Freitag, 30. Jänner 2009

"Koffer packen" beim AUA-Boss angesagt:
Sofortiges Aus für Ötsch bei Austro-Airline

  • Massiver Jobabbau? AUA-Betriebsrat informiert heute
  • 225 Mio. Euro-Paket zur Sicherung der Liquidität

AUA-Vorstandschef Alfred Ötsch ist abgelöst worden - überraschend an seinem Abgang war aber vor allem der frühe Zeitpunkt. Die AUA wird vorerst von Ötschs früheren Vorstands-Kollegen Peter Malanik und Andreas Bierwirth geführt, teilte die AUA mit. Heute will der Betriebsrat über geplante Sparmaßnahmen berichten. Zudem muss die Airline durch ein Kurzfrist-Krisenpaket für 225 Millionen Euro ihre Lquidität sichern.

Die genauen Umstände der Lösung von Ötschs Vertrag, die offiziell "einvernehmlich und vertragskonform" erfolgte, blieben vorerst im Dunkeln. Zuvor war über eine Abfertigung im Umfang von zwei Jahresgehältern spekuliert worden. Diese soll nun deutlich geringer ausfallen. Zudem dürfte ihm aus seiner Zeit bei der AUA kein Pensionsanspruch erwachsen. Ötsch selbst wird sich in der Öffentlichkeit nicht mehr dazu äußern, Interviewanfragen waren vergebens.

Michaelis gibt Druck nach
Über einen unmittelbar bevorstehenden Abgang des AUA-Chefs war seit wenigen Tagen intensiv spekuliert worden. Der überraschende Schnitt ist letztlich durch ÖIAG-Chef Michaelis erfolgt, der seinerseits unter den Druck bestehender AUA-Aktionäre gekommen ist. Die künftige AUA-Eigentümerin Lufthansa selbst soll dagegen nicht abgeneigt gewesen sein, Ötsch in den nächsten Monaten noch "Drecksarbeit", wie etwa einen massiven Personalabbau, machen zu lassen.

(apa/red)

30.1.2009 12:05