Alles schlimmer bei der AUA als gedacht? Gerüchte über Personalabbau & Sozialpläne
- Rotstift muss angeblich viel tiefer angesetzt werden
- Lufthansa "sauer" über EU-Genehmigungsprozedere
Die Austrian Airlines (AUA) müssen angeblich den Rotstift noch tiefer ansetzen. Programme zur Arbeitszeitverkürzung könnten nicht ausreichen, um den Passagiereinbrüchen Herr zu werden. Von Personalabbau und einem Sozialplan sei die Rede, heißt es in einer österreichischen Tageszeitung.
Unterdessen wird von der Spitze der designierten AUA-Eigentümerin Lufthansa Kritik am langwierigen Brüsseler Genehmigungsprozedere für die Übernahme laut. Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber - einst selber Konzernvorstandschef - stellte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" klar, dass das deutsche Airlineunternehmen weiterhin in Übernahmen investiere. Wenn die Konditionen stimmten, werde auch die skandinavische Fluggesellschaft SAS für die Lufthansa interessant.
Bei den drei geplanten Käufen von Brussels Airlines, der britischen BMI und Austrian Airlines zeigte sich Weber zuversichtlich, dass die Kartellbehörden letztlich alle genehmigen werden. "Ich halte es aber für nicht gut, dass die Behörden in Brüssel in dem Moment riesige Kartelluntersuchungen anstrengen, in dem die europäische Luftfahrt endlich zusammenfindet und so arabischen und amerikanischen Konkurrenten die Stirn bietet."
Ötsch-Abgang
Der Abgang von AUA-Chef Alfred Ötsch am 9. Februar gilt mittlerweile als fix. Ötsch selbst äußerte sich am Rande einer Veranstaltung nicht.
Die beiden anderen AUA-Vorstände, Peter Malanik und Andreas Bierwirth, werden die Airline bis zum Einstieg der Lufthansa interimistisch weiterführen. Doch bis die Deutschen bei der AUA das Sagen haben, dürfte es August werden und bis dahin, so die Befürchtung von Insidern laut "Standard", reiche der staatliche Notkredit von 200 Millionen Euro nicht aus. Knapp 70 Mio. Euro seien seit Ende 2008 bereits "verbraten" worden, für die kommenden Monate werde mit einem weiteren Passagierminus gerechnet.
(apa/red)


