Rede des russischen Premiers in Davos: Putin warnt vor zuviel Staat in Wirtschaft
- Beruft sich auf Erfahrungen aus Sowjetunion-Zeiten
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Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise vor Protektionismus und exzessiven Eingriffen des Staates in die Wirtschaft gewarnt. Er wies bei der offiziellen Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos auf die Erfahrungen in der früheren Sowjetunion hin. Das Land sei wegen der absoluten Vormachtstellung des Staates nicht wettbewerbsfähig gewesen, sagte Putin. Es gebe keinen Grund zu glauben, dass bessere Ergebnisse durch eine Verlagerung von Verantwortung auf den Staat erzielt würden.
Putin schlug vor, alle faulen Kredite und Wertpapiere in den Bilanzen der Finanzinstitute offenzulegen und abzuschreiben. Dies werde zwar ein extrem schmerzhafter Prozess werden. Ohne eine Bereinigung werde sich die Krise aber nur verlängern. Als Risiko für die Weltwirtschaft bezeichnete Putin die Abhängigkeit von nur einer Währung als Reservewährung. Es sei Zeit, die Möglichkeiten verschiedener starker Währungen zu diskutieren.
Energiepartnerschaft
Putin hat sich für eine Energiepartnerschaft von Produzenten und Verbrauchern auf klarer rechtlicher Grundlage ausgesprochen. Moskau wolle die Transitstrecken diversifizieren, sagte er in seiner Eröffnungsrede.
(apa/red)

