IWF senkt Prognose für Konjunkturdaten:
Weltweites Wachstum sinkt auf 0,5 Prozent
- Novemberprognose drastisch nach unten korrigiert
- Niedrigstes Wachstum seit dem Zweitem Weltkrieg

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) so langsam wachsen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. In seiner Konjunkturprognose sagt der IWF für 2009 ein globales Wachstum von nur noch 0,5 Prozent voraus. Im November hatte der IWF noch ein Weltwirtschaftswachstum von 2,2 Prozent für 2009 erwartet.
"Die Welt ist mit einer tiefen Rezession konfrontiert", resümieren die IWF-Experten in ihrer revidierten Fassung des Weltwirtschaftsberichts von November 2008. Der Fonds sieht in diesem Jahr alle großen Volkswirtschaften im Minus, für das kommende Jahr erwartet er allenfalls ein leichtes Plus. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg werde die kombinierte Wirtschaftsleistung der Industrieländer im Jahresvergleich schrumpfen: 2009 erwartet der IWF ein Minus von 2,0 Prozent, 2010 dann ein Plus von 1,1 Prozent.
Die Wirtschaftsleistung der USA wird 2009 der Prognose zufolge um 1,6 Prozent sinken. Für Japan werden 2009 minus 2,6 Prozent erwartet, für Großbritannien minus 2,8 Prozent, für Frankreich minus 1,9 Prozent. In der Exportnation Deutschland erwartet der Fonds 2009 ein Minus von 2,5 Prozent, für 2010 de facto eine Stagnation mit plus 0,1 Prozent, in der Eurozone insgesamt ein leichtes Plus von 0,2 Prozent nach einem Minus von 2,0 Prozent im laufenden Jahr.
Zur Linderung der Krise empfiehlt der Fonds weitere umfangreiche Stützungsmaßnahmen. Dazu sollten rasche staatliche Konjunkturprogramme ebenso zählen wie Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsektors, dessen Erholung die Voraussetzung für eine Rückkehr zum Wachstum sei.
(apa/red)

