Mindestsicherung "beschlossene Sache":
Alle Bundesländer außer Kärnten mit an Bord
- Start wegen umfangreicher Vorarbeiten erst ab 2010
- Hundstorfer: "Kärnten hält die anderen Acht nicht auf"

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Die Einführung der Mindestsicherung ist laut Sozialminister Rudolf Hundstorfer beschlossene Sache - Kärnten ist allerdings nach wie vor gegen das bundesweite Modell, daher wird es vorerst nur in acht Bundesländern fix kommen. "Kärnten ist derzeit noch nicht an Bord, aber das hält die anderen Acht nicht auf", sagte der Ressortchef nach einem Treffen mit den Soziallandesräten. "Der Zug fährt", die Einführung soll am 1. Jänner 2010 erfolgen.
"Grundsätzlich schaut es nicht schlecht aus", gab sich der Minister nach der Sitzung zufrieden. Alle Länder außer Kärnten wollen demnach das Modell der Mindestsicherung umsetzen - eine Einführung ohne Kärnten ist auch rechtlich möglich, hatte der Minister bereits am Montag erklärt. Als Einführungszeitraum nannte er nun "aufgrund diverser notwendiger legistischer Beschlüsse" den Jänner 2010: "Alles andere ist Illusion, nicht, weil wir nicht wollen, sondern weil es ein sehr ehrgeiziges Projekt ist".
Ganz aufgeben will der Sozialminister seinen Plan einer kompletten bundesweiten Einführung freilich noch nicht: "Kärnten könnte später noch einsteigen", ließ er die Tür offen. "Nächste Haltestelle" werde nach der Landtagswahl in Kärnten (1. März 2009) sein, danach werde ein weiteres Treffen der Soziallandesreferenten erfolgen. In Kärnten wird die derzeitige Blockade u.a. damit begründet, dass das "Kärntner Modell" der Mindestsicherung vor allem Familien mit Kindern besserstelle.
Der nächste Schritt werde nun sein, den "legistischen Fahrplan" in jedem Bundesland abzustimmen. Hundstorfer selbst wird den Startschuss für die Vorarbeiten im AMS geben, wo ja die Mindestsicherung z.T. abgewickelt werden soll. (apa/red)

