Es kann auch ohne Russland Gas geben:
Gipfeltreffen zur Nabucco-Pipeline in Ungarn
- Gas-Leitung soll um russisches Hoheitsgebiet führen
- Ungarn will 300 Millionen Euro von EU für das Projekt
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Vor dem Hintergrund des jüngsten Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine findet heute in Budapest ein Gipfeltreffen zum geplanten Bau einer Pipeline vom Kaspischen Meer nach Europa statt. Diese sogenannte Nabucco-Pipeline soll unter Umgehung Russlands über die Türkei in die Europäische Union führen.
An dem Treffen in der ungarischen Hauptstadt nehmen Vertreter aller an dem Projekt beteiligten Staaten teil. Österreich ist durch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vertreten. Die EU und die Türkei hatten in der vergangenen Woche ihr gemeinsames Interesse am Bau der Pipeline bekräftigt.
Ungarn will 300 Millionen Euro von EU
Der ungarische Premier Gyurcsany fordert von der EU 200 bis 300 Millionen Euro für den Bau der Nabucco-Pipeline. Außerdem sollen die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Europäische Investitionsbank (EIB) das Projekt mit Krediten unterstützen, so Gyurcsany.
Neben den am Nabucco-Projekt beteiligten Staaten Deutschland, Österreich, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und der Türkei, sowie den potenziellen Gaslieferanten Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, dem Irak und Ägypten nimmt auch Georgien als Transitland an der Konferenz teil. Zu der Konferenz wird auch der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erwartet. (apa/red)

