Kaum Gas gegeben bei Verhandlungen?
Gazprom-Vize Medwedew von EU enttäuscht
- Vorwürfe der Gleichstellung beider Streit-Parteien
- Speicher in Europa sollen künftig ausgebaut werden
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Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew ist enttäuscht von Brüssel und hätte sich bei der Lösung der Gaskrise mehr von der EU erwartet. Der Gasspeicher in Haidach in Salzburg soll zum zweitgrößten Speicher in Zentraleuropa ausgebaut werden, kündigte Medwedew in der Tageszeitung "Kurier" an.
Die EU habe es nicht geschafft, dass die Beobachter, so wie vereinbart, Zugang zu den Gasverteilerstellen und den unterirdischen Lagern bekommen. Der Grund für die Krise und deren Dauer sei gewesen, dass die EU die beiden Streitparteien, Russland und die Ukraine, gleichgestellt habe und der Ukraine das Gefühl gegeben habe, so weiter machen zu können, kritisierte Medwedew.
Die Gasspeicher in Europa will die Gazprom jedenfalls ausbauen. Der Speicher in Haidach in Salzburg soll dabei zum zweitgrößten Gasspeicher in Zentraleuropa werden. Zwei weitere Projekte gebe es in Ungarn, je eines in Serbien, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien.
Die Behauptung mancher Experten, dass Russland auf Dauer das Gas-Exportvolumen nicht halten könne, wies Medwedew zurück. Sogar wenn der Inlandsverbrauch enorm wachse, "haben wir genug Gas für den Export", sagte er. (apa/red)

