Pharma-Riese Pfizer schluckt Konkurrenz: Wyeth ist die bereits dritte Megaübernahme
- Zweitgrößte Übernahme in der Pharmaindustrie
- Zehn Prozent der Arbeitsplätze sollen gekürzt werden

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer kauft seinen Konkurrenten Wyeth für 68 Mrd. Dollar (53,1 Mrd. Euro). Der Deal ist die zweitgrößte Übernahme in der Geschichte der Pharmaindustrie und die bedeutendste Firmenübernahme seit dem Ausbruch der Finanzkrise.
Pfizer wolle die Übernahme bis Ende des dritten oder im Verlauf des vierten Quartals abschließen, teilte der Konzern mit. Für Pfizer ist Wyeth bereits die dritte Megaübernahme innerhalb von zehn Jahren nach Warner-Lambert im Jahr 2000 und Pharmacia drei Jahre später.
Kombination aus Bargeld und Aktien
Pfizer rechnet für 2009 mit einem bereinigten Umsatz von 44 bis 46 Mrd. Dollar und einem bereinigten Gewinn von 1,85 bis 1,95 Dollar je Aktie. Im zweiten Jahr nach Abschluss der Wyeth-Übernahme soll der Gewinn je Aktie durch den Merger zulegen. Pfizer bezahlt den Kaufpreis für den Biotechnologie-Spezialisten Wyeth in einer Kombination aus Bargeld und Aktien. Gemeinsam kommen die zwei Pharmakonzerne auf einen Jahresumsatz von rund 75 Mrd. Dollar.
Im Zuge der Übernahme sollen rund zehn Prozent der Stellen wegfallen. Die beiden Konzerne beschäftigten zuletzt weltweit insgesamt mehr als 130.000 Mitarbeiter.
(apa7red)

