Sonntag, 1. Februar 2009

"Ich weiß, wie man in Australien gewinnt":
Roger Federer will den 14. Grand-Slam-Titel

  • Große Erfahrung der große Trumpf des Schweizers
  • 27-Jähriger schiebt die Favoritenrolle aber Nadal zu

Der Schweizer Roger Federer setzt vor dem heutigen Australian-Open-Finale gegen Rafael Nadal auch auf seine Erfahrung. Vor dem 19. Duell der Nummern eins und zwei der Tennis-Welt verwies Federer auf seine drei Australien-Erfolge: "Ich weiß, wie man die Australian Open gewinnt", erklärte der 27-Jährige, der vor seinem 14. Grand-Slam-Sieg steht.

So viele hat vor ihm nur Altmeister Pete Sampras aus den USA geholt. Der fünf Jahre jüngere Nadal strebt seinen ersten Titel bei den Australian Open an. Das ist vor ihm noch keinem Spanier gelungen.

Der dreimalige Titelträger formulierte mit Blick auf das große Finale gegen Nadal: "Er ist die Nummer eins. Also ist er automatisch ein bisschen Favorit." Die drei Erfolge 2004, 2006 und 2007 sieht er als Vorteil: "Das spricht vielleicht für mich." Noch nie allerdings kreuzten sich Federers und Nadals Wege bei den Australian Open. Sechsmal standen sie sich im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers gegenüber: 2006, 2007 und 2008 siegte der Linkshänder aus Mallorca bei den French Open in Paris auf Sand, 2008 setzte er sich auch im Fünf-Satz-Finale von Wimbledon auf Gras durch. 2006 und 2007 hatte Federer noch auf dem "heiligen Rasen" gewonnen.

Nadal würde Federer den Sieg gönnen
"Ich würde Federer den 14. Grand-Slam-Sieg gönnen", sagte Nadal, als er um drei Uhr morgens nach dem Halbfinale gegen Verdasco im längsten Match der Turnier-Geschichte Rede und Antwort stand. "Aber ich hoffe, es wird nicht am Sonntag passieren." Selbst Sampras hat seinen Segen gegeben und dem Schweizer per SMS viel Glück gewünscht.

Kurios genug, dass nur wenige Experten ein Finale Nadal/Federer auf dem Zettel hatten. Nun dürfen sich die Fans also doch auf eine weitere Auflage des faszinierenden Serienduells freuen. Wer heute Abend den "Norman Brookes Challenge Cup" in die australische Abendluft strecken wird? Man könne genauso gut eine "Kristallkugel befragen", meinte Tennis-Legende Rod Laver. "Beide sind große Champions, beide haben alles, was es braucht, um zu gewinnen."
(apa/red)

1.2.2009 07:23