Federer gegen Andy Roddick klarer Favorit:
Noch 2 Siege bis zu 14. Grand-Slam-Triumph
- "Ich freue mich auf eine Partie unter Gleichaltrigen"
- Federer behielt in 17 Spielen 15-mal die Oberhand

·Federer erteilt Del
Potro eine Lehrstunde
Schweizer steht zum 19.
Mal in Serie im Semifinale
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der Australian Open
Heute steht bei den Tennis-Australian Open in Melbourne das erste Herren-Halbfinale auf dem Programm. In seinem 19. Grand-Slam-Halbfinale in Serie trifft der 27-jährige Schweizer Roger Federer (Nr. 2) auf den 26-jährigen Andy Roddick aus den USA (Nr.7). Federer fehlen nach dem überzeugenden Dreisatz-Erfolg im Viertelfinale über Juan Martin del Potro nur noch zwei Siege, um bei der Anzahl der Grand Slam-Triumphe mit dem Amerikaner Pete Sampras (14) gleich zu ziehen. Wie im Duell mit dem argentinischen Jungstar ist Federer auch gegen Roddick der klare Favorit.
"Ich freue mich auf eine Partie unter Gleichaltrigen", scherzte Federer nach dem Spiel gegen del Potro, der gemeinsam mit Rafael Nadal, Andy Murray oder Novak Djokovic zu den "Jungen Wilden" zählt und mindestens fünf Jahre jünger ist als die Routiniers Federer und Roddick. Im Head to Head der beiden Top-10-Spieler behielt Federer in 17 Spielen gleich 15-mal die Oberhand. Das letzte Aufeinandertreffen im Jahr 2008 gewann jedoch Roddick, nachdem er gegen Federer zuvor elf Niederlagen in Folge einstecken hatte müssen.
"Der Sieg gegen Roger in Miami ist sicherlich sehr hilfreich", erklärte Roddick, der in Melbourne im Viertelfinal-Match gegen Novak Djokovic nach einer 2:1-Satzführung im vierten Durchgang von einer verletzungsbedingten Aufgabe des serbischen Titelverteidigers profitierte. Einst in seiner Heimat als größter Hoffnungsträger nach Sampras oder Andre Agassi gefeiert, konnte Roddick den Vorschusslorbeeren seit 2003 nicht ganz gerecht werden.
Damals holte er bei den US Open seinen bisher einzigen Grand-Slam-Titel. Im Winter beschritt Roddick einen anderen Weg, in dem der Aufschlaggigant mit Larry Stefanki einen neuen Trainer verpflichtete und so hart wie noch nie an sich arbeitete. Roddick hielt wochenlang Diät, unter anderem nahm er sieben Kilo ab und Selbstvertrauen auf. "Ich mache einfach weiter, arbeite auch gegen Roger und dann werden wir schon sehen", gab sich Roddick vor dem Fight der beiden ehemaligen Weltranglisten-Ersten selbstbewusst.
(apa/red)
