Nadal ohne Satzverlust ins Halbfinale: Dort wartet jetzt aber Favoritenschreck Verdasco
- Nadal setzt sich gegen Simon mit 6:2,7:5,7:5 durch
- Landsmann Verdasco wirft Jo-Wilfried Tsonga raus

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der Australian Open
Die Chancen auf den ersten spanischen Gewinn des Herren-Einzels bei den Tennis-Australian-Open in Melbourne sind weiter intakt. Mit Rafael Nadal und Fernando Verdasco schafften beide noch im Bewerb verbliebenen Iberer den Einzug in das Halbfinale und treffen heute aufeinander. Ein Spanier spielt also am Sonntag also garantiert um den Titel.
Nadal ist dabei unverändert ohne Satzverlust unterwegs. Der topgesetzte Weltranglisten-Erste setzte sich im Viertelfinale gegen den sechstgereihten Franzosen Gilles Simon 6:2,7:5,7:5 durch und hat damit seine Punkte aus dem Vorjahr schon verteidigt. Bis dahin war er in "down under" Jahr für Jahr eine Stufe höher geklettert, nach seinem Halbfinal-Out 2008 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga wäre also heuer der Final-Einzug angesagt.
Außenseiter im Halbfinale
Tsonga hingegen wird in der Weltrangliste zurückfallen, denn der auf Position fünf eingestuft gewesene Vorjahres-Finalist unterlag im zweiten Duell Spanien-Frankreich Verdasco 6:7(2),6:3,3:6,2:6. War Verdasco in Melbourne bisher noch nie in Runde drei gestanden, feiert er nun nach seinem Grand-Slam-Viertelfinal- auch sein -Halbfinal-Debüt. Als Außenseiter unter den Halbfinalisten hat der 25-Jährige nun nichts mehr zu verlieren.
Der als Nummer 14 gesetzte Verdasco bestätigte damit seinen Achtelfinalsieg gegen den schottischen Titel-Cofavoriten Andy Murray und hat sein erstes Top-Ten-Ranking sicher. In der 2:47 Stunden dauernden Partie gegen Tsonga sah sich Verdasco nicht weniger als 13 Breakbällen gegenüber, 11 wehrte er aber ab. Der Gewinner von zwei ATP-Titeln kam aber erst ab dem dritten Satz so richtig in Schwung.
Denn nach im Tiebreak gewonnenem ersten Satz, brachten Verdasco in Satz zwei u.a. neun unerzwungene Fehler den Satzverlust ein. Danach bewies er jedoch gleichfalls Klasse wie Fitness und fuhr seinen 200. Karriere-Sieg ein. "Fernando war aggressiver als ich und hat besser serviert. Das war's", anerkannte Tsonga die Leistung seines Gegners. "Es war kein leichtes Match", meinte hingegen der Sieger. "Ich hatte vor allem im Tiebreak Glück."
Nadal weiter ohne Satzverlust
Nadal musste gegen Simon im zweiten Durchgang einen Satzball abwehren, blieb aber insgesamt doch ungefährdet. Der spielintelligente Simon zeigte mit vielen Rhythmuswechseln und abrupten Beschleunigungen zwar, wie Nadal eigentlich beizukommen wäre, brachte sich aber durch leichte Fehler immer wieder um die Früchte seiner Arbeit. Nadal hat erst 40 Games abgegeben. "Ich spiele besser hier als das letzte Jahr", meinte er auch.
"Gegen Simon ist es aber immer schwierig", erklärte der French-Open- und Wimbledon-Sieger weiter. "Da kann ich nicht mein normales Spiel spielen, um seinen Rhythmus zu brechen." Für die Partie gegen Verdasco hat Nadal aufgrund der Statistik keinen Grund zur Beunruhigung. Er hat alle sechs Duelle zu seinen Gunsten entschieden. "Seit dem Davis-Cup-Finale spielt er aber auf einem ganz anderen Niveau, das wird ganz schwierig", warnte der 22-jährige Nadal.
(apa/red)
