Große Hitze eliminiert den Titelverteidiger:
Djokovic gibt im Viertelfinale vorzeitig auf
- Roddick ist damit der erste Halbfinalist in Melbourne
- Swonarewa steht im Semifinale des Damenbewerbs

·Im Doppel-Halbfinale für Marach Endstation
Dennoch bisher größter Erfolg des Österreichers
·Not amused: Murray fliegt aus dem Turnier
Britischer Mitfavorit schon
im Achtelfinale draußen
·Federer wendet ein Aus gerade noch ab
Gegen Berdych mit Mühe zu Sieg & ins Viertelfinale
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im Bewerb der Herren
Verlauf und Auslosung
der Australian Open
Der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic ist bei den Tennis-Australian-Open ausgeschieden. Der 21-Jährige gab als Nummer drei gesetzt sein Achtelfinale gegen den auf Position sieben eingestuften US-Amerikaner Andy Roddick beim Stand von 7:6(3),4:6,2:6,1:2 auf. Djokovic machte vor allem die große Hitze zu schaffen, er war körperlich am Ende. Bei den Damen zog die Russin Wera Swonarewa mit einem 6:3,6:0 gegen die Französin Marion Bartoli unter die letzten Vier ein.
Djokovic hatte die gesamte Matchdauer von 2:29 Stunden über in den Pausen Energydrinks und Bananen gegessen, um sich aufzupäppeln. Doch gegen den mit Vehemenz die Vorschlussrunde anstrebenden Roddick reichte das nicht. Zu Beginn des dritten Satzes hatte sich das Ende schon abgezeichnet, als der Weltranglisten-Dritte ein "Medical Timeout" nahm, beim vorzeitigen Matchende hatte es schließlich 36 Grad.
Nach Verlust der letzten fünf Games des dritten Satzes in Folge bäumte sich Djokovic noch einmal auf, indem er zu Beginn von Satz vier seinen Aufschlag zum 1:0 mit Mühe durchbrachte, nach Verlust seines nächsten Service-Games zum 1:2 zu Null war es mit seinem Widerstand aber vorbei. Für Roddick ist es sein viertes Melbourne-Halbfinale nach 2003, 2005 und 2007. Im Finale ist der US-Star bei diesem Grand-Slam-Turnier aber noch nie gestanden.
"Ich hatte Krämpfe am ganzen Körper und habe mich nicht gut gefühlt", sagte Djokovic. "Die Bedingungen waren extrem. Es ist enttäuschend, so auszuscheiden." Für ihn ist es die vierte Aufgabe bei einem Grand-Slam-Turnier. 2005 in der zweiten Runde der French Open (gegen Guillermo Coria), 2006 im Viertelfinale der French Open (gegen Rafael Nadal) sowie 2007 im Halbfinale von Wimbledon (wieder gegen Nadal) war dies schon der Fall gewesen.
Roddick fairer Sieger
Roddick hatte lange nichts von Djokovic' Problemen gemerkt, konnte die Aufgabe aber nachvollziehen. "Novak hatte lange Matches und sein letztes war auch erst sehr spät aus. Das geht an die Reserven", meinte der 26-Jährige. "Ich hingegen bin mit meinen Spiel sehr zufrieden. Mit meinem neuen Trainer Larry Stefanski habe ich das Hauptaugenmerk auf meine Physis gelegt. Das war heute ausschlaggebend."
Die als Nummer sieben gesetzte Swonarewa zog erstmals in ein Grand-Slam-Halbfinale ein. Nach anfänglichen Vorteilen für die auf Position 16 gereiht gewesene Bartoli bzw. einer 3:1-Führung für sie gewann die 24-Jährige elf Spiele in Folge. Die gleich alte Französin konnte da nicht mehr mithalten. "Ich kann mir das selbst nicht erklären", meinte Swonarewa nach ihrer beeindruckenden Vorstellung.
Bartoli hingegen akzeptierte, dass ihre Gegnerin an diesem Tag besser war. "Ich denke nicht, dass ich heute schlecht gespielt habe. Aber jedes Mal, wenn ich einen Schlag angebracht habe, hatte sie noch einen besseren parat." Bartoli hatte in der Runde davor die topgesetzte serbische Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic klar eliminiert.
(apa/red)
