Diskussion um Voggenhuber geht weiter:
Salzburger Bürgerliste will nicht aufgeben
- Listenchef Padutsch appelliert an Eva Glawischnig
- Voggenhuber rät Fans die Niederlage zu akzeptieren

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Unterstützer holen sich Abfuhr bei Bundespartei
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·Voggenhuber blitzt bei Parteivorstand ab
Kein Platz für ihn auf Grüner Kandidaten-Liste
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Grünen-Urgestein tritt jetzt doch bei EU-Wahl an
·Vom EU-Gegner zum Unions-Befürworter
Voggenhuber seit 1995 in Brüssel aktiv gewesen
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Sieg bei Stichwahl gegen Johannes Voggenhuber
Obwohl der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber endgültig aufgibt, geht die Diskussion um seine Kandidatur weiter. Die Salzburger Bürgerliste, bei der Voggenhuber in den 70er Jahren seine politische Karriere gestartet hatte, appellierte an Parteichefin Eva Glawischnig, doch noch eine Kandidatur zu ermöglichen. Voggenhuber rät seinen Fans die Niederlage zu akzeptieren. "Ich habe mich zweimal gestellt, ich habe zweimal verloren und damit ist dieser Prozess abgeschlossen und muss von allen Seiten akzeptiert werden", sagte er.
Die Vorgehensweise Glawischnigs sei kein Zeichen von Stärke, kritisierte Bürgerlisten-Chef Johann Padutsch. Der Ausschluss Voggenhubers sei angesichts seiner zahlreichen Unterstützer demokratiepolitisch "völlig aberwitzig".
Vorgehen "demokratiepolitisch bedenklich"
Für Padutsch ist die Vorgehensweise der Partei nicht nur demokratiepolitisch bedenklich. "Es ist völlig absurd, diese Gelegenheit zur maximalen Erfolgsausschöpfung bei der Europawahl auszulassen", kritisierte der Grüne Stadtparteichef in Salzburg. Schließlich hätte im Fall der Kandidatur Voggenhubers auch das Lager von Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek stärker mobilisieren müssen. Padutsch hofft noch auf ein Umdenken: "Es ist noch nicht aller Tage Abend und der Juni ist noch weit." Glawischnig solle erkennen, "dass es auch ein Zeichen der Stärke wäre, wenn jetzt von ihr ein Signal kommt."
Der Salzburger Grünen-Chef Cyriak Schwaighofer wollte Voggenhuber noch über einen Salzburg-Platz auf die Liste bekommen, nachdem der Bundesvorstand mit 17 zu 12 Stimmen eine Kandidatur abgelehnt hatte. Davor war Voggenhuber schon beim Bundeskongress, der über die ersten sechs von 42 Listenplätzen abgestimmt hat, in einer Kampfabstimmung an Ulrike Lunacek gescheitert.
Abfuhr aus der Bundespartei
Aus der Bundespartei kam neuerlich eine klare Abfuhr. "Ich habe einen Auftrag des Erweiterten Bundesvorstandes und der heißt: Keine Berücksichtigung Voggenhubers auf der Liste", deponierte Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny. Sie forderte Voggenhubers Unterstützer auf, das Ergebnis zu akzeptieren. (apa/red)
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