Zusammenstöße bei der Wiener Hofburg:
Demo gegen Korporationsball eskaliert
- Wurfgeschosse werden gegen die Polizei geworfen
- Harter Kern von Zweihundert liefert sich Kämpfe

Der Ball des Wiener Korporationsrings ist auch im Jahr 2009 von Ausschreitungen begleitet worden. Bei einer Protest-Kundgebung linksgerichteter Gegendemonstranten wurden nach Angaben der Polizei mehrere Exekutivbeamte durch Wurfgeschoße verletzt. Obwohl die Veranstalter die Kundgebung selbst für beendet erklärten, blieben etwa 200 Demonstranten am Rande der Sperrzone nahe der Hofburg zurück.
Der Wiener Korporationsring ist ein Zusammenschluss von Studentenverbindungen, die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands dem deutschnationalen bis rechtsextremen Milieu entstammen. Schon fast traditionell findet gegen den Ball der Vereinigung ein Gegenprotest großteils linksgerichteter Organisationen statt. Auch heuer fanden sich bei dem von Grünen und Alternativen StudentInnen organisierten Protestzug mehrere hundert Menschen ein.
Sperrzone um Hofburg
Die Polizei hatte rund um den Veranstaltungsort des Balls, die Wiener Hofburg, eine Sperrzone errichtet, um den Gästen ein problemloses Eintreffen zu ermöglichen. Dieses Ansinnen ließ sich einigermaßen umsetzen. Zwar wurden diverse Wurfgeschoße abgefeuert, die Ballgäste blieben aber unversehrt und konnten die Räumlichkeiten in der Hofburg erreichen.
Zu Zusammenstößen kam es jedoch zwischen Polizei und Demonstranten. Geworfen wurden Steine und pyrotechnische Gegenstände. Einige Beamte trugen Verletzungen davon. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Die Veranstalter lösten nach den Ausschreitungen die Kundgebung auf, woraufhin auch ein Großteil der Teilnehmer abzog.
Zurück blieb ein harter Kern von etwa 200 Personen, der sich in der Nähe der Sperrzone am Maria-Theresien-Platz sammelte. Nachdem der Einzug der Ballgäste vollzogen war, beruhigte sich die Lage. Die Exekutive beobachtete die Lage an Ort und Stelle weiter.
(apa/red)
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