Freitag, 30. Jänner 2009

Erneuter Todesfall auf Österreichs Pisten:
Deutscher verstirbt nach Kollision im Spital

  • Lech: 73-Jähriger fuhr nach dem Unfall noch weiter
  • Todesursache noch unklar - Beide Fahrer ohne Helm

Tödlich hat eine Skikollision im Skigebiet von Lech am Arlberg geendet. Ein 73-jähriger Münchner stieß beim Queren einer Piste mit einem 57 Jahre alten Wintersportler zusammen. Da der 73-Jährige nach Eintreffen des Pistenretters nur sehr langsam weiterfuhr, wurde er ins Krankenhaus geflogen. Dort verstarb er etwa zwei Stunden später. Der andere Mann wurde schwer verletzt.

Die Todesursache ist noch unklar. Der 73-Jährige wies nach dem Unfall keine äußeren Verletzungen auf und gab gegenüber dem Pistenretter an, keine Schmerzen zu haben. Daher setzte er seine Fahrt zunächst fort.

Weiterfahrt nach Kollision
Die Kollision hatte sich Donnerstag gegen 14.40 Uhr bei der Abfahrt in Richtung Talstation Steinmähderbahn ereignet. Der 57-jährige Skifahrer wurde beim Zusammenstoß schwer verletzt, er wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung und Halswirbelblessuren mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Feldkirch gebracht. Noch während der Bergung des 57-Jährigen beobachtete ein Pistenretter, wie der Münchner sehr langsam zur Talstation fuhr. Daraufhin schickte er dem 73-Jährigen zwei Ersthelfer nach.

Nachdem die beiden beim Münchner angekommen waren, forderten sie rasch Unterstützung an. Mit einem weiteren Rettungshubschrauber wurde der 73-Jährige ebenfalls ins LKH Feldkirch geflogen, wo er kurz vor 17.00 Uhr starb.

Keine Helme getragen
Nach Angaben der Polizei trugen die zwei Skifahrer keine Helme. Unfallzeugen werden ersucht, sich mit der Polizei in Lech in Verbindung zu setzen.

(apa/red)

30.1.2009 11:18