Mittwoch, 28. Jänner 2009

Für Haubner vieles an Haider-Unfall unklar:
Schwester will aber nicht mitspekulieren

  • NEWS: Wahlkampf mit Haider-Namen nicht pietätlos
  • "Seriöse Wissenschafter sollen Erbe aufarbeiten"

"Ich kenne den sensiblen Umgang meines Bruders mit Alkohol, deshalb ist für mich vieles unklar. Aber ich beteilige mich nicht an Spekulationen und Unterstellungen", sagt BZÖ-Politikerin Ursula Haubner in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS zu den Untersuchungen nach Jörg Haiders tödlichem Autounfall.

Dass in Kärnten mit dem Namen Jörg Haider Wahlkampf gemacht wird, ist für Haubner nicht pietätlos. In Kärnten gebe es "besondere Voraussetzungen, Haider hat dort als Landeshauptmann viel geschaffen." Auch gegen Denkmäler in Kärnten habe sie nichts einzuwenden. Dennoch findet sie es richtig, dass Jörg Haiders Witwe Claudia Haider die Wortmarke Jörg Haider schützen möchte: "Denn so verhindert man die vielen Geschäfte, die damit in Internet und TV gemacht werden."

Das "erfolgreiche Kärntner Modell" will Haubner auch in anderen Bundesländern umsetzen, so auch in Oberösterreich, wo sie als Spitzenkandidatin in die Wahlauseinandersetzung gehen würde, "wenn man mich fragt."

Ihr Bruder Jörg Haider fehle in der heimischen Innenpolitik sehr, sagt Haubner gegenüber NEWS. Es sei jetzt aber noch gar nicht abschätzbar, was Haider hinterlassen habe. "Ich möchte, dass seriöse Wissenschafter sein Erbe aufarbeiten. Jörg Haider wird in einer späteren Analyse ganz anders dargestellt werden", meint Haubner.

28.1.2009 13:22