Donnerstag, 29. Jänner 2009

Noch keine Entspannung an der Winterfront:
Chaos trotz baldigem Ende der Schneefälle

  • Etliche Verkehrsunfälle in Nieder- & Oberösterreich
  • 1.000 steirische Haushalte weiterhin ohne Strom
    PLUS: BILDER vom Schneechaos in Österreich

Ende Jänner 2009 ist von einem Ende des Winters in Österreich weit und breit nichts zu sehen - ganz im Gegenteil. Im Osten des Landes verzeichneten manche Orte Neuschneezuwächse von bis zu 80 Zentimeter. In der Steiermark waren auch zuletzt noch 1.000 Haushalte ohne Strom, auf den glatten und gatschigen Straßen ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Selbst in der Bundeshauptstadt Wien hatten die Schneeräumdienste alle Hände voll zu tun.

In den Bergen Niederösterreichs und der Steiermark wird vor erheblicher Lawinengefahr gewarnt. Bis zu 80 Zentimeter Neuschnee konnte man innerhalb 48 Stunden messen - dementsprechend schlecht präsentierte sich die Verbindung mit der eisigen Altschneeoberfläche. Oberhalb von 1.500 Metern war die Lawinengefahr nach Angaben der Wetter-Experten "groß". Schon bei geringer Zusatzbelastung können sich besonders an steilen Hängen leicht Schneebretter lösen. Am Freitag werde die Lawinengefahr auf "erheblich" zurückgestuft. Trotzdem ist das Wochenende nur etwas für erfahrene Tourengeher, warnen die Experten.

Unfälle in Ober- und Niederösterreich
Aber auch im Tal lauern allerhand Gefahren - was besonders die Autofahrer zu spüren bekamen. Spektakuläre Unfälle ereigneten sich dabei in Ober- und Niederösterreich. Am Mittwochabend stürzte am Pötschenpass ein Sattelschlepper 30 Meter in die Tiefe. In Bad Ischl musste ein Pferd, das auf dem Glatteis ausgerutscht war, aus einem Bachbett gerettet werden. Bei Klaffer am Hochficht war ein Auto, das auf der Schneefahrbahn ins Schleudern geraten war, in eine wartende Menschengruppe gefahren. Ein 22-Jähriger wurde in ein Bachbett geschleudert und schwer verletzt, zwei andere Personen konnten sich durch einen Sprung zur Seite retten. Die drei hatten nach einem Unfall auf Hilfe gewartet.

Stromausfälle in der Steiermark
Starker Wind und gefrorener Nassschnee auf den Bäumen sorgte bereits am Mittwoch in der Südsteiermark für finstere Stuben. 6.000 Haushalte waren ohne Strom, bis am Donnerstagvormittag hatte sich diese Zahl auf immerhin 1.000 verringert. Auch die Reparatur der beschädigten Ober- und Verstärkungsleitungen an der Südbahnstrecke zwischen Leibnitz und Spielfeld gestalteten sich durch die widrigen Verhältnisse schwierig.

(apa/red)

29.1.2009 16:28