Start der Arbeiterkammer-Abstimmungen: Westen beginnt mit österreichweiten Wahlen
- Salzburg: Kann FSG Zwei-Drittel-Mehrheit halten?
- Vorarlberg: Hämmerle will absolute Mehrheit zurück

·Zwei Superwahljahre
stehen vor der Türe
Zahlreiche Urnengänge für österreichische Bürger
Heute beginnt der Reigen der Arbeiterkammer-Wahlen in Österreich. In Salzburg und Vorarlberg sind die Arbeitnehmer aufgerufen, in den kommenden zwei Wochen ihre jeweiligen Interessensvertretung zu wählen. In Vorarlberg endet die Abstimmung am 5. Februar. Fünf Wochen vor der Landtagswahl ist das Ergebnis, das am 6. Februar feststehen wird, in Salzburg besonders interessant.
Bei den AK-Wahlen 2004 konnte die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) in Salzburg auf hohem Niveau noch einmal zulegen und kam auf 67 Prozent. Wenige Wochen später setzte sich die rote Erfolgsserie bei den Landtagswahlen 2004 fort: Gabi Burgstaller überholte mit ihrer SPÖ die ÖVP und ist seither Landeshauptfrau des einst als schwarze Erbpacht geltenden Bundeslandes.
Wer zur Wahl antritt
In Salzburg treten bei der AK-Wahl neben FSG und ÖAAB/FCG auch die Alternativen und Grünen Gewerkschafter (AUGE/UG), die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA-FPÖ), die Migrantenliste "Bündnis Mosaik" sowie der Gewerkschaftliche Linksblock an. Die FSG will mit Spitzenkandidat AK-Präsident Siegfried Pichler ihre Zwei-Drittel-Mehrheit mit 49 Sitzen im Kammerparlament verteidigen. Postgewerkschafter Kurt Friedl führt die Liste ÖAAB/FCG an. Die schwarzen Arbeitnehmervertreter wollen zehn Mandate zulegen. Derzeit stellen sie 14 von 70 Mandanten im Kammerparlament. Stärker werden wollen auch die Freiheitlichen Arbeitnehmer unter ihrem Spitzenkandidat Herbert Trattnig.
In Vorarlberg - neben Tirol das einzige Bundesland, wo es eine schwarze Mehrheit in der AK gibt - will AK-Präsident Hubert Hämmerle die 2004 verloren gegangene absolute Mehrheit zurückerobern. Der ÖAAB ist in Vorarlberg derzeit mit 34 Mandataren vertreten, die FSG mit 25 Mandataren, die Migrantenliste "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ) sowie die FA mit je vier Vertretern, und die Grünen arbeiten mit drei Personen im Kammerparlament mit.
In Tirol, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland wird das AK-Parlament im März gewählt. Die Neuwahl des Bundesarbeiterkammer-Präsidenten wird voraussichtlich im Juni erfolgen, wenn alle Länder ihre Urnengänge abgeschlossen haben.
(apa/red)
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