Suche nach Ausweg aus der Krise in Davos: Experten zeichnen düsteres Konjunkturbild
- Weltwirtschaftsforum in der Schweiz hat begonnen
- Auch Klimawandel und Wasserknappheit Themen

·"Das WEF verkommt zu einer Plutokratie"
Der attac-Experte Felber im news.at-Interview
·Gewaltausbrüche bei Demo befürchtet
Kanton Genf verbietet im Vorfeld Aufmärsche
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Die wichtigsten Beiträge am Forum zu sehen
·LINK: Das WEF öffnet sich dem Web 2.0
Das Forum in Davos mit myspace.com-Auftritt
Ein düsteres Konjunktur-Bild haben Experten zu Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos gezeichnet. So rechnet Ökonom Stephen Roach von der US-Bank Morgan Stanley mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von etwa 2,5 Prozent in den nächsten drei Jahren, nach 5 Prozent in der jüngsten Vergangenheit. Der Chef des US-Medienkonzerns News Corporation, Rupert Murdoch, erwartet kein schnelles Ende der Krise. Es werde noch eine Weile dauern, sagte er.
Zugleich forderte er eine ehrliche Bestandsaufnahme der Finanz-und Wirtschaftskrise: "Wir müssen realistisch einschätzen, wo wir stehen." Selbst die milliardenschweren Rettungspakete verschiedener Industriestaaten für die Finanzbranche reichen nach Einschätzung von Heizo Takenaka von der Keio Universität in Japan möglicherweise nicht aus, um die Krise zu beenden. "Nach unserer Erfahrungen sind Kapitalspritzen nicht genug." Notwendig sei vor allem eine genaue Bestandsaufnahme aller problematischer Wertpapiere.
Bayer-Chef Werner Wenning erwartet nicht, dass bei dem fünftägigen Treffen von Managern und Staats- und Regierungschefs in dem Schweizer Bergort eine Lösung für die Krise gefunden wird. Wichtig sei aber, dass man zu einer gemeinsamen Einschätzung der Ursachen gelange. Notwendig sei zudem eine Rückkehr zu einem nachhaltigem Verhalten auch angesichts globaler Probleme wie Klimawandel und Bevölkerungswachstum.
Rund 40 Staats- und Regierungschefs erwartet
Zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos kommen rund 40 Staats- und Regierungschefs, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zudem werden so viele Wirtschaftsführer wie noch nie erwartet. Das Treffen, zu dem insgesamt über 2.500 Persönlichkeiten aus fast 100 Ländern anreisen werden, steht unter dem Motto "Die Welt nach der Krise gestalten". Die Konferenz dauert bis Sonntag.
Diskutiert wird auf der Tagung nicht nur über die aktuelle Krise. Auch globale Herausforderungen wie Klimawandel, Nahrungsmittel- oder Wasserknappheit werden angesprochen.
(apa/red)

