Mittwoch, 21. Jänner 2009

Neue Führung in der Sozialversicherung:
Schelling hat neuen Hauptverband-Vorsitz

  • Folgt damit Erich Laminger in dieser Funktion nach
  • ÖVP sertzt damit ihren Kandidaten im Vorstand durch

Hans-Jörg Schelling ist wie erwartet zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger gewählt worden. Der bisherige Obmann der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt wurde von den zwölf stimmberechtigten Mitgliedern des Verbandsvorstandes einstimmig für die Funktionsperiode 2009 bis 2012 gekürt, gab der Hauptverband per Aussendung bekannt. Seine beiden Stellvertreter sind wie bisher Bernhard Achitz und Alfred Hafner.

Der selbstständige Unternehmer und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Schelling folgt damit Erich Laminger nach, dessen Funktionsperiode mit Ende 2008 ausgelaufen ist. Schelling war von Mai bis Dezember des Vorjahres Obmann der AUVA. "Ich freue mich über das Vertrauen", sagte der neue Hauptverbands-Chef nach seiner Wahl. "Es ist für mich eine äußerst spannende Herausforderung, gemeinsam mit den Vorstandskollegen diese Institution in den kommenden vier Jahren zu leiten und damit unser Sozialsystem in eine gute und richtige Richtung zu lenken".

Sichere Wahl
Schellings Wahl galt bereits im Vorfeld als sicher, da die der ÖVP nahe stehenden Vertreter im Verbandsvorstand in der Mehrheit sind. Der Verbandsvorstand besteht aus zwölf stimmberechtigten Mitgliedern, wovon je sechs der Dienstgeber und der Dienstnehmerseite angehören. Auf Dienstgeberseite entsenden die Landwirtschaftskammer einen und die Wirtschaftskammer fünf Vertreter, wobei von den letzteren wiederum vier vom ÖVP-Wirtschaftsbund kommen und einer von den Freiheitlichen. Auf Dienstnehmerseite stellt die Arbeiterkammer fünf Mitglieder, wovon vier die FSG und eines der ÖAAB stellt, und von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst kommt ein Vertreter. Mit den vier Vertretern des Wirtschaftsbundes und je einem der Landwirtschaftskammer sowie des ÖAAB und der GÖD auf Dienstnehmerseite kommen die ÖVP-nahen Mitglieder auf eine bequeme Mehrheit.
(apa/red)

21.1.2009 12:23