Melzer gegen Murray auf verlorenem
Posten: Bei Scheitern teilweise vorgeführt
- Glatte Drittrunden-Niederlage gegen Topfavoriten
- Damit kein Österreicher mehr in Melbourne dabei

·Federer wendet ein Aus gerade noch ab
Gegen Berdych mit Mühe zu Sieg & ins Viertelfinale
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im Bewerb der Herren
Verlauf und Auslosung
der Australian Open
Der Schotte Andy Murray hat Jürgen Melzer auch im vierten Duell als Verlierer vom Platz geschickt. Der Niederösterreicher hatte in der dritten Runde der Australian Open gegen den Weltranglisten-Vierten nichts zu bestellen und unterlag glatt 5:7,0:6,3:6. Damit blieb dem 27-jährigen Deutsch Wagramer ein Grand-Slam-Achtelfinale auch im neunten Versuch verwehrt. Murray hat im Jahr 2009 weiter eine makellose Bilanz und untermauerte seine Mitfavoritenstellung auf den Turniersieg ein weiteres Mal.
"Ich hätte irgendwie den ersten Satz gewinnen müssen", analysierte Melzer. "Er hat da zwar sehr gut serviert, wenn er musste, war aber ansonsten sehr passiv. Allerdings hat er ab dem zweiten Satz gezeigt, wozu er fähig ist und völlig verdient gewonnen." Nach dem 5:5 im ausgeglichenen ersten Satz zeigte der 21-jährige Murray fast perfektes Tennis und gewann bis zur 5:1-Führung im dritten Satz 13 von 14 Games. Im dritten Satz kam Melzer mit sehenswerten Punkten noch einmal etwas näher, hatte aber schlussendlich neuerlich klar das Nachsehen.
An der Taktik lag es nicht: Melzer versuchte, viel Druck auszuüben und Murray immer wieder in Bedrängnis zu bringen, vor allem auch bei dessen zweitem Aufschlag. Dies gelang ihm insgesamt nicht oft genug oft. "Man muss gegen ihn die Punkte schon perfekt vorbereiten, er ist in der Defensive enorm stark und zudem sind auch einige Bälle irgendwie noch reingekommen." Nach der 100 Minuten dauernden Partie standen bei Murray gerade einmal zehn Fehler zu Buche.
Murray zufrieden
"Ich war sehr konzentriert. Er kann unglaubliche Bälle spielen und es einem dadurch sehr schwer machen", sagte Murray. "Nachdem ich die Oberhand gewonnen hatte, war ich vor allem im zweiten und zu Beginn des dritten Satzes sehr fokussiert. Ich habe viel besser returniert als zuletzt." Der im Jahr 2009 weiter unbesiegte Schotte trifft im Achtelfinale auf dem Spanier Fernando Verdasco, der Radek Stepanek (CZE) in drei Sätzen besiegte. "Ich habe wirklich stark gespielt und hoffe, das geht nächste Woche so weiter", meinte Murray.
Die Turnierbilanz des ÖTV-Spielers fiel durchwachsen aus: Einerseits war da die Zufriedenheit über zwei solide Leistungen bei schwierigen Bedingungen, andererseits auch das Wissen, das wohl noch mehr möglich gewesen wäre, wenn der Gegner nicht Murray geheißen hätte. "In den ersten beiden Partien war ich vor allem mental stark, obwohl ich nicht mein bestes Tennis gezeigt habe. Heute war er einfach zu stark", gestand Melzer, der den Schotten für den weiteren Turnierverlauf zum engsten Favoritenkreis zählt. "Für mich sind Roger Federer, Rafael Nadal und Andy die Titelkandidaten."
(apa/red)
