Hiobsbotschaft für unser Abfahrts-Team:
Kröll hat sich bei Sturz die Hand gebrochen!
- "Stern" in Wengen: Drei Knochen teils zertrümmert
- Abfahrer beißt Zähne zusammen: Start in Kitzbühel
·Beim ÖSV geht der Verletzungsteufel um
Vor der WM gleicht Ski- Team einem Sanatorium
·Toni Giger gesteht
Abfahrts-Debakel ein
Cheftrainer ist aber für
Kitzbühel zuversichtlich
·Historische Pleite für
Österreichs Abfahrer
Kein Platz unter Top-15
in Wengen. Defago siegt
·Das Slalom-Imperium
schlägt wieder zurück
Pranger siegt in Wengen
vor Herbst, Hirscher 4.

ÖSV-Abfahrer Klaus Kröll hat bei seinem Sturz im Training für die Weltcup-Abfahrt in Wengen eine weit schlimmere Verletzung an der rechten Hand erlitten, als bisher angenommen. Wie eine Computer- Tomografie-Untersuchung im UKH Salzburg ergab, hat sich der Steirer gleich drei Handwurzelknochen gebrochen, was an sich eine sechswöchige Pause erfordert. Kröll will dennoch an den Rennen in Kitzbühel teilnehmen.
Das Ausmaß der Verletzung war eine Schock-Nachricht für die ÖSV-Herrenmannschaft, die im Speed-Bereich mit Mario Scheiber, Hans Grugger und Andreas Buder sowie Rainer Schönfelder ohnehin schon vier Top-Fahrer vorgeben muss. Auch Thomas Graggaber muss nach einem Wengen-Sturz (Schulterverletzung) Kitzbühel auslassen. Ohne Kröll würde das ÖSV-Abfahrtsteam mit Michael Walchhofer derzeit über nur noch einen siegfähigen Fahrer verfügen.
Kröll beißt Zähne zusammen
Nicht zuletzt deshalb entschloss sich Kröll, knapp zwei Wochen vor der WM, nicht auf ein Antreten in Kitzbühel zu verzichten. Obwohl drei Handwurzelknochen gebrochen sind und einer dabei sogar zertrümmert wurde. Kröll ließ sich in Salzburg von Dr. Arthur Trost eine abnehmbare Gipsmanschette mit Daumen-Einschluss verpassen und will die Zähne zusammenbeißen, um bei der berühmt-berüchtigten Abfahrt auf der Kitzbüheler Streif teilnehmen zu können. Für Dienstag war das erste Kitz-Training geplant, die WM in Val d'Isere (Frankreich) beginnt am 3. Februar.
In Wengen hatte Kröll trotz der Behinderung an der Abfahrt teilgenommen, war aber schon wenige Schlittschuhschritte nach dem Start gestürzt. Der 28-Jährige aus Öblarn absolvierte die mit 4,58 km längste Abfahrt im Weltcup-Zirkus dann dennoch aus Trainingszwecken und belegte mit über sieben Sekunden Rückstand Platz 50.
(apa/red)
