Montag, 19. Jänner 2009

Stangen-Artisten fiebern Kitz entgegen: Großes Selbstvertrauen nach Wengen-Erfolg

  • Österreichs Slalom-Fahrer derzeit Maß der Dinge
  • Freude auf Rennen in Kitzbühel & Schladming groß

Österreichs Slalom-Herren haben perfekte Werbung für die Heim-Klassiker in Kitzbühel und Schladming betrieben. Nach den zwei Doppelsiegen auf Schweizer Boden fiebern Adelboden-Triumphator Reinfried Herbst, Wengen-Gewinner Manfred Pranger und Co. den Rennen auf dem Ganslernhang und auf der Planai entgegen.

"Es gibt nichts Schöneres, als mit einem Sieg im Rücken in Kitzbühel an den Start zu gehen", meinte Pranger, der 2005 in Kitz seinen ersten und zwei Tage später in Schladming seinen zweiten Weltcup-Erfolg gefeiert hatte. "Jeder Sportler liebt es, vor so einer Kulisse zu fahren", freute sich der 30-Jährige auf die kommenden Aufgaben vor Zehntausenden österreichischen Fans.

Wie der Tiroler selbst sieht auch ÖSV-Technik-Cheftrainer Christian Höflehner Prangers Erfolgsgeheimnis beim Weg zurück an die absolute Spitze in seiner mentalen Wandlung nach dem Kreuzbandriss im rechten Knie im Dezember 2007. "Er weist nach wie vor den gleichen Ehrgeiz und die gleiche Genauigkeit wie früher auf, ist aber dabei um einiges lockerer", berichtete Höflehner.

Psychische Stärke
Nicht nur Pranger, sondern auch Herbst ist derzeit psychisch kaum aus der Ruhe zu bringen. "So ruhig und gelassen wie derzeit war ich selten zuvor. Weil ich einfach weiß, dass ich instinktiv schnell bin. Der Sieg in Adelboden hat mir Ruhe und Kraft vermittelt." Wie bei Pranger beginnen auch die Augen von Herbst zu glänzen, wenn er an Kitzbühel und Schladming denkt. "Es gibt nichts Schöneres, als nach solchen Erfolgen heimzukehren." Im Gegensatz zu Pranger wartet Herbst noch auf seinen ersten Weltcup-Sieg auf heimischem Schnee.

Neben Pranger und Herbst kann der ÖSV derzeit im Slalom noch auf zahlreiche weitere Podest- bzw. sogar Sieg-Anwärter zählen, nämlich auf Benjamin Raich, Marcel Hirscher und Mario Matt. "Ich glaube, man kann getrost sagen, dass wir für Kitzbühel und Schladming bereit und gerüstet sind", freute sich Höflehner über den aktuellen Höhenflug im Slalom-Super-Monat Jänner.

Eines der Erfolgsgeheimnisse ist natürlich der teaminterne Konkurrenzkampf, da liegt die Latte bereits bei den internen Trainingsläufen sehr hoch. "Das Team ist stark, der Konkurrenzkampf groß, das ist natürlich gut für unsere Leistungen", weiß Herbst. "Mannschaftlich sind wir derzeit im Slalom unglaublich stark", meinte auch Raich.

(apa/red)

19.1.2009 12:10