Israel zieht sich aus Gazastreifen zurück:
US-Präsident soll nicht verärgert werden
- Wesentliche Forderung der Hamas wurde erfüllt
- Uri Avnery: "Krönungsmesse ohne Kanonendonner"

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Rechtzeitig zum ersten Arbeitstag des neuen US-Präsidenten hat sich die israelische Armee aus dem Gazastreifen zurück gezogen. Damit erfüllt Israel eine wesentliche Forderung der Hamas. Die Zukunft der Waffenruhe ist jedoch ungewiss, da das politische Kräftemessen erst begonnen hat.
Die israelische Armee hat sich vollständig aus dem palästinensischen Gazastreifen zurückgezogen. Das teilte ein Militärsprecher in Jerusalem mit. Israel hatte seine über dreiwöchige Militäroffensive in dem Gebiet zuvor gestoppt. Die Palästinenserorganisation Hamas hatte ihrerseits eine einwöchige Waffenruhe verkündet; in dieser Zeit müsste Israel seine Truppen vollständig abziehen.
Stationierung an der Grenze
Die israelische Regierung hatte beschlossen, die Truppen zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama aus dem Gazastreifen zurückzuziehen. Die Truppen sollten nahe der Grenze stationiert bleiben, um gegebenenfalls wieder einmarschieren zu können.
Der israelische Friedensaktivist und Ex-Abgeordnete Uri Avnery sagte, "der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak versteht, dass eine Verärgerung des amerikanischen Barack eine Katastrophe bedeuten könnte". "Der kleine Barak hat funktioniert und es tunlichst unterlassen, dem großen Barack die Krönungsmesse mit Kanonendonner zu vermiesen, noch dazu aus amerikanischen Waffen", erklärte der Träger des Alternativen Friedensnobelpreises.
(apa/red)
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