Nothilfe für 8.000 Familien: Rotes Kreuz verteilt jetzt Hilfsgüter im Gazastreifen
- Zugang zu den Opfern für Helfer zum Teil schwierig
- Zustände im Gasastreifen "wie nach Erdbeben"
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat mit der Verteilung von Nothilfe an rund 8000 Familien im Gazastreifen begonnen. Die Organisation wolle die Menschen unterstützen, die alles verloren hätten, sagte IKRK-Sprecherin Dorothea Krimitsas. Es werden Küchenutensilien, Zeltplanen, Hygieneartikel und Decken verteilt.
Das IKRK werde sich auch bemühen, Wasserpumpen, Stromleitungen und sanitäre Einrichtungen zu reparieren. Der Zugang zu den Opfern in den am stärksten zerstörten Quartieren von Gaza sei jedoch schwierig.
Zudem müssten die Helfer wegen möglicher Blindgänger mit großer Vorsicht vorgehen, sagte Krimitsas. In einigen Gebieten wie etwa Beit Lahiya sehe es aus wie nach einem schweren Erdbeben. Ganze Wohngegenden seien vollständig zerstört worden, Häuser oft so beschädigt, dass eine Rückkehr unmöglich sei.
Auch die Straßen sind vielfach unpassierbar. Ein Durchkommen mit Fahrzeugen sei praktisch unmöglich. Immer noch liegen nach IKRK-Angaben Tote unter den Trümmern. Zuvor hatte der palästinensische Rote Halbmond bereits rund hundert Leichen in Beit Lahiya und einer weiteren Ortschaft im Norden des Gazastreifens geborgen.
(apa/red)
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