Sonntag, 25. Jänner 2009

Mindestens 18 Menschen bei Kämpfen in Afghanistan getötet: Selbstmordanschlag

  • Taliban griffen Stammesführer an & brachten ihn um
  • Bewohner wollten den Angegriffenen noch verteidigen

Im Osten Afghanistans hat sich ein Selbstmordattentäter auf einem Markt in die Luft gesprengt und mindestens einen Menschen mit in den Tod gerissen. Acht weitere Menschen wurden bei dem Anschlag im Bezirk Samkanai in der Provinz Paktia verletzt. Bei Kämpfen im Nordwesten des Landes sind mindestens 13 Taliban sowie fünf Zivilisten ums Leben gekommen.

Die Gewalt zwischen den radikal-islamischen Taliban und Stammesangehörigen sei am Samstagabend im Bezirk Mugur in der Provinz Badghis ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Taliban-Kämpfer griffen demnach einen Stammeschef an und töteten ihn sowie seine Frau.

Bewohner hätten versucht, den Stammesführer zu verteidigen, wobei drei von ihnen ebenfalls getötet wurden. Anschließend griff die Polizei nach eigenen Angaben ein und tötete 13 Taliban. Sieben weitere seien verletzt worden.

Die Provinz Badghis an der Grenze zu Turkmenistan galt bisher als eher ruhig. In ganz Afghanistan haben die Angriffe von Aufständischen in den vergangenen Monaten jedoch stark zugenommen.

(apa/red)

25.1.2009 11:29