Mittwoch, 21. Jänner 2009

Minister im "Land der aufgehenden Sonne":
Spindelegger auf Staatsbesuch in Japan

  • Ball in Tokio: Im "3/4-Takt" ins Japan-Österreich-Jahr
  • Gespräche über UN-Themen mit Amtskollegen

Außenminister Michael Spindelegger reist heute nach Japan. Er wird mit seinem Amtskollegen Hirofumi Nakasone Gespräche führen, in denen es vor allem um die Abklärung von Themen im UN-Sicherheitsrat geht, dem beide Staaten derzeit angehören. Zugleich wird Spindelegger zum Auftakt des "Österreich-Japan-Jahres 2009" in Tokio sein, das am Samstagabend mit einem großen österreichischen Ball, begleitet von einem kulturellen Rahmenprogramm, eingeläutet wird.

Spindelegger und sein japanischer Ressortkollegen werden bei ihrer Unterredung in Tokio die kommenden Schwerpunkte des UN-Sicherheitsrates besprechen, heißt es im Außenministerium. Japan führt im Februar den Vorsitz in dem bedeutenden UNO-Gremium, und die japanische Seite werde den österreichischen Außenminister über die Prioritäten informieren. Die jüngste Entwicklung im Nahost-Konflikt wird ebenfalls ein Thema der Gespräche sein.

Tokio im 3/4-Takt
Am Samstag wird Spindelegger den Wien-Ball in Tokio eröffnen. Das japanische Kaiserhaus wird durch das Prinzenpaar Akishino vertreten. Österreich und Japan begehen heuer das 140-jährige Bestehen des Österreichisch-Japanischen Freundschaftsvertrages. Prinz Akishino hat auch den Ehrenschutz über das "Japan-Donau-Jahr", denn Japan feiert zugleich 50 Jahre diplomatische Beziehungen mit den Donauländern Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Zu dem Ballereignis mit 470 geladenen Gästen haben laut Außenamt hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur ihr Kommen zugesagt, so der Chef des Autoherstellers Toyota. Die Sopranistin Stella Grigorian und ein Kinderballett sorgen für den kulturellen Rahmen.

Das Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Japan seit dem Jahr 1869 wird mit vielfältigen Veranstaltungen begangen. Erstmals wird sich Österreich aus Anlass eines derartigen Jubiläums ein ganzes Jahr lang präsentieren. Wie das Außenministerium betonte, soll das traditionell in der japanischen Öffentlichkeit vorherrschende Bild über Österreich auf den Gebieten Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft um neue und moderne Facetten bereichert werden. Mehr als einhundert Projekte sollen Österreich das ganze Jahr hindurch als traditionelles wie innovatives Land präsentieren.


(apa/red)

21.1.2009 17:21