Sonntag, 15. März 2009

Von Vergewaltigung über Blutschande bis Mord: Prozess gegen Josef F. ab 16. März

  • Verhandlung ist für Dauer von fünf Tagen angesetzt
  • Prozess großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Prozess gegen Josef F., der seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies in Amstetten eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll, wird am 16. März am Landesgericht St. Pölten beginnen.

Der unglaubliche Inzest-Fall um den damals 73-Jährigen war am 27. April 2008 bekannt geworden. Der Mann soll seine Tochter mehr als zwei Jahrzehnte gefangen gehalten haben. In diesem Zeitraum dürfte er mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt haben. Eines soll 1996 drei Tage nach der Geburt gestorben sein, der Kindsvater soll es in einem Heizofen verbrannt haben.

Die rechtskräftige Anklageschrift legt Josef F. Mord, Sklavenhandel, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwere Nötigung und Blutschande zur Last. Im Fall eines anklagekonformen Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Weitere Details zu der voraussichtlich fünftägigen, großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Verhandlung werden am Freitag bekannt gegeben.
(apa/red)

15.3.2009 17:56