Pioneer besiegelt das Ende der LaserDisc:
Scheintotes Medium nach 30 Jahren beerdigt
- Fertigung benötigter Komponenten zu aufwendig
- Letzten Filme kamen bereits 2001 auf den Markt

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Der japanische Elektronikkonzern Pioneer hat das Ende der LaserDisc besiegelt. Wie das Unternehmen bekannt gab, werden in den kommenden Wochen die letzten 3.000 Abspielgeräte vom Band laufen. Die Produktion wird anschließend endgültig gestoppt. Bei der LaserDisc handelt es sich um ein optisches Speichermedium aus den 80er-Jahren. Die Technologie konnte bis heute eine Marktnische besetzen und Pioneer verkaufte nach wie vor Geräte in kleinen Stückzahlen, berichtet TheRegister. Europäischen Konsumenten ist die LaserDisk allerdings kaum bekannt.
Die LaserDisc gab es in Größen bis zu 30 Zentimeter Durchmesser. Die Speicherung der Inhalte erfolgte in einem analogen Format. Durch die Verwendung der Lasertechnik zum Auslesen der Informationen hatte die LaserDisc gegenüber der VHS-Kassette vor allem den Vorteil, dass sie sich beim Abspielen nicht abnutzte. Fans der Technologie betonten vor allem die Bild- und Tonqualität, die das Speichermedium lieferte. Aus diesem Grund fand die LaserDisc auch im professionellen Bereich Verwendung. Anhänger zogen sie auch der DVD vor, da die Filme analog abgespeichert waren und keine Qualitätsverluste durch die Datenkompression vorlagen. Verbreitet war die LaserDisc vor allem in den USA sowie in Japan.
Fertigungsprobleme ausschlaggebend
Laut Pioneer hat allerdings nicht die Tatsache, dass die Technologie mittlerweile überholt sei, zur Einstellung der Produktion geführt. Vielmehr sei die Herstellung der einzelnen Bauteile aufwendiger geworden. "Es ist schwer geworden, die für LaserDisc-Player benötigten Komponenten zu fertigen", so die Begründung vonseiten des Unternehmens. Der Support soll allerdings noch für einige Zeit aufrecht gehalten werden.
Letzte Filme bereits 2001 erschienen
Ab Ende der 90er-Jahre setzte die deutlich kleinere DVD dem Format stark zu. Die letzten Filme, die auf LaserDisc veröffentlich wurden, kamen in den USA 2000 und in Japan 2001 auf den Markt. Insgesamt konnte Pioneer nach eigenen Angaben seit der Einführung der Technologie rund 9,5 Mio. LaserDisc-Player verkaufen. Zusammen mit den Verkäufen weiterer Hersteller summierte sich die abgesetzte Menge auf 16,8 Mio. In der letzten Zeit waren die LaserDisc-Player vor allem auf Karaoke-Partys zu finden. Die zuletzt verkauften Modelle waren auch auf diesen Einsatz ausgelegt. Darüber hinaus kamen die Geräte aber auch mit anderen optischen Speichermedien wie DVDs oder CDs zurecht. (apa/red)
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