NEWS-Redakteur Tino Teller über die Wahl des neuen ÖFB-Chefs

Hinter den Kulissen wird gefeilscht, was das Zeug hält.
Also: Der Neue soll höchstens 65 Jahre alt sein, ein bisserl was von Fußball verstehen, gesellschaftlich, wirtschaftlich und vor allem politisch bestens vernetzt sein. So weit das offizielle Anforderungsprofil für den Präsidenten des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB), des größten Sportverbandes im Land. Am nächsten Donnerstag, 22. Jänner, will die Wahlkommission des ÖFB-Präsidiums ihren Kandidaten bekannt geben, der dann bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Februar auf den Schild gehoben werden soll. Was sich aber in den letzten Wochen bei der Suche nach dem Mann für den wahrscheinlich schwierigsten Posten der Republik nach dem Bundeskanzleramt hinter den Kulissen abspielt, lässt gar nichts Gutes erwarten: Da wurde entlang der rot-schwarzen Proporzlinie gefeilscht, was das Zeug hält, Funktionen im österreichischen Sportwesen von der Bundessportorganisation bis zum Olympischen Comité parteipolitisch hoch- und gegengerechnet. Als hätte die heimische Kickerzunft momentan und in Zukunft keine größeren Sorgen als die Frage, ob der neue ÖFB-Präsident nun ein ausgewiesener Roter oder doch wieder
ein Schwarzer sein darf. Ein Neustart sieht jedenfalls anders aus.
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