Kleinkinder unter zwei Jahren sollten nicht fernsehen: Geistige Entwicklung gebremst
- Sprachliche Fähigkeiten und Gehirnleistung gemindert
- Fernsehen soll Kleinkinder oft einfach nur ruhigstellen

Kinder sollten vor dem Alter von zwei Jahren möglichst nicht fernsehen. Auch die speziell angebotenen Kinder-DVDs beeinträchtigen die geistige Entwicklung der Kleinen, wie ein US-Experte nach der Auswertung von fast 80 Studien betont.
In den USA sitzen neun von zehn Kleinkindern regelmäßig vor dem Fernseher. Dies liegt auch daran, dass Hersteller von Kinder-DVDs ihre Produkte aggressiv vermarkten. So geben einige Eltern an, ihre Kinder bewusst fernsehen zu lassen, weil dies gut für die Entwicklung des Gehirns sei.
Dem widerspricht Dimitri Christakis vom Kinderforschungszentrum in Seattle: "Keine Studie hat bisher gezeigt, dass das Fernsehen kleiner Kinder irgendeinen Nutzen bietet." Im Gegenteil: Etliche Studien aus verschiedenen Ländern wiesen darauf hin, dass der Blick auf den Bildschirm die sprachlichen Fähigkeiten beeinträchtige, die Gehirnleistung mindere und die Konzentrationsfähigkeit schädige.
Christakis vermutet, dass die Reizüberflutung durch die aufflackenden Bilder, die ständigen Perspektivwechsel und die schnellen Schnitte das sich entwickelnde Gehirn überfordert. Zudem ersetze Fernsehen das Spielen des Kindes oder die Interaktion mit den Eltern. Diese verfolgen im übrigen durchaus auch eigene Interessen, wenn sie ihren Nachwuchs vor den Fernseher setzen: Manche Paare wollen damit auch einfach das Kind ruhig stellen, um Zeit für sich selbst zu haben.
(apa/red)
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