Donnerstag, 15. Jänner 2009

Blaue Augen, kuscheliges Fell und treu: Husky - der wohl schönste Hund der Welt

  • Rasseportrait: Alle Infos zum süßen Schlittenhund
  • Geschichte, Arbeitsweise, Aussehen und vieles mehr

Unter Husky werden zwei unterschiedliche Schlittenhundetypen geführt, zum einen der ältere und auf kaltes Umfeld angepasste SIBERIAN HUSKY und zum anderen der ausschließlich auf Rennzwecke optimierte ALASKAN HUSKY. Der Siberian Husky ist vom FCI als eigenständige Rasse anerkannt; was beim Alaskan Husky nicht der Fall ist, da es sich nicht um eine Rasse im eigentlichen Sinne handelt, sondern um einen Hundetyp der in unterschiedlichen Linien gezüchtet wird und oft nur noch geringe Ähnlichkeit mit dem landläufigen Bild eines Huskies, nämlich dem des Siberian Husky hat.

Geschichte
Die ursprüngliche Heimat des Siberian Husky ist das nördliche Sibirien. Er stammt aus einer Zeit als der raue Norden noch wärmer war. Dort waren sie Jahrtausende lang unentbehrliche Begleiter der dort lebenden Nomadenvölker (z.B.:der Tschuktschen), entwickelt auf der Grundlage der jagdlichen Anforderungen, der Schneeverhältnisse, der Bodenverhältnisse und der Temperatur.
Vor etwa 3.000 Jahren als sich dort die bittere Kälte breit machte passten sich die Völker ihr an und bauten ihre Kultur auf Basis von Schlittenhunden auf, die zur Überwindung großer Entfernungen geeignet waren. So wurde er also zum Schlittenhund.

Arbeitsweise
Schlittenhund, die in der Lage sind (bei ausreichendem Training) das Neunfache ihres eigenen Körpergewichtes zu ziehen. Sie besitzen einen ausgezeichneten Orientierungssinn durch den sie nie von bekannten Wegen abkommen, selbst wenn diese durch die dicke Schneedecke nicht mehr sichtbar sind.


Aussehen
Die wichtigsten Merkmale des Aussehens sind entsprechend dem Rassestandard: Die Rüden werden bis zu 60 cm und die Hündinnen bis zu 56 cm groß. Das Gewicht ausgewachsener Rüden beträgt bis 28 kg und bei Hündinnen bis 23 kg. Der Aufbau des Körpers sollte im wesentlichen rechteckig sein, die Höhe des Rumpfes sollte in guter Proportion zur Länge stehen. Das wesentlichste bei der Bewertung des Körperbaus ist die Eignung des Huskys zur Zugarbeit.

Das Fell des Siberian Husky besteht aus zwei Lagen, der Unterwolle und mittellangem Deckhaar. Während die Unterwolle, die ein bis zweimal pro Jahr gewechselt wird, rein weiß oder nur leicht gefärbt ist, kann das Deckhaar alle Färbungen von weiß, über rot und grau bis zu schwarz annehmen. Die häufigste Zeichnung am Körper ist dabei eine Kräftige Färbung am Rücken, die über die Seiten zum Bauch hin immer schwächer wird. Die Zeichnung Pinto (geschecktes Fell) ist selten zu beobachten. Bauch und Brust sind meist rein weiß.

Der Schädel läuft zu den Augen hin leicht zusammen und weist einen ausgeprägten Stop auf. Der Fang läuft zur Nase hin leicht zusammen, ohne dabei spitz zu wirken. Die Ohren haben mittlere Größe, sind dreieckig, eng beieinander stehend und hoch angesetzt. Sie sind dick und gut behaart.

Die Nase ist der Fellfärbung angepasst, leberfarben bei roten, schwarz bei schwarzen und grauen Hunden. Eine nicht vollständig ausgeprägte Pigmentierung (sogenannte Schneenase) ist aber kein Zuchtfehler. Die Augen können blau oder braun beziehungsweise bernsteinfarben sein. Auch das Auftreten unterschiedlich gefärbter oder gemischtfarbiger Augen entspricht dem Rassestandard. Oft ist auch ein Auge braun, das andere blau gefärbt (Odd-eyed). Er trägt eine Sichelrute, die nicht über dem Körper gerollt getragen werden sollte. Die buschige Rute des Husky ist mit besonders steifem Stockhaar ausgestattet und enthält keine (oder nur wenig) Unterwolle. Dadurch ist der Husky in der Lage sich in einem Schneesturm komplett einschneien zu lassen, indem er sich einrollt und die Nase unter die Rute steckt. Diese wirkt dabei als Luftfilter und Luftvorwärmung, so dass der Husky die Nacht über unter dem Schnee verbringen kann.

Der Husky ist den polaren Regionen optimal angepasst. Sein Fell besitzt zwei Schichten: die Deckhaare, welche wasser-abweisend und robust sind, und die Unterwolle, die aus feinen Haaren besteht. Die zwei Schichten bilden eine optimale Wärmeisolierung aus, denn die Unterwolle bildet bei den Bewegungen des Hundes Wärme (Reibung) und die Deckhaare verhindern den Wärmeverlust. Die Pfoten des Huskies sind vergleichsweise kleiner und kompakter, als die von ähnlich großen Hunden. Somit wird auch dem Wärmeverlust entgegengewirkt und die Verletzungsgefahr ist eingeschränkt.

Charakter
Sie sind menschenorientiert, kinderfreundlich und daher beliebte Familienhunde. Keine guten Wachhunde. In erster Linie sind sie Arbeitshunde. Aufgrund ihrer langen Verbindung mit dem Menschen zeigen sie eine außerordentliche Sauberkeit.

15.1.2009 15:46