"Gas-Thriller" steuert auf Showdown zu:
Moskau und Kiew kämpfen um Krisenlösung
- Putin und Timoschenko zu persönlichen Gesprächen
- Auch Vertreter der EU-Länder beraten in Moskau

·Der Westen sieht weiter in die Röhre
Wenig Hoffnung auf rasche Gas-Lieferungen
·EU erhöht den Druck auf Moskau und Kiew
Gas: Barroso "empfiehlt" Firmen den Gerichtsweg
·'Stopp wäre nicht im
Interesse der Ukraine'
EU-Parlamentspräsident
verurteilt die Blockade
·"Masterplan" gegen
Energiekrise in Arbeit
Alternative Energiequellen
& Effizienz haben Priorität
·Vorerst kein Reaktor-
Neustart in Bohunice
Endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus
·GRAFIK: Verbrauch von Gas in Österreich
Der Anteil von Industrie und privaten Haushalten
·GRAFIK: Die Routen der Gasversorgung
Russische Energie für den europäischen Markt
·Gasstreit zwischen Russland und Ukraine
Chronologie: Wie kam es zur Auseinandersetzung?
In Moskau hat heute Nachmittag der internationale Krisengipfel zur Beilegung des Gas-Streits zwischen der Ukraine und Russland begonnen. Russlands Präsident Medwedew versprach, dass Russland alles tun werde, um den Gas-Notstand in der EU zu beenden. Der russische Gasmonopolist Gazprom erwartete die Unterzeichnung eines Gas-Abkommens mit der Ukraine noch heute.
"Wir werden ein Dokument unterschreiben", wurde Konzernsprecher Kuprijanow am Rande der bilateralen Gespräche von Regierungschef Wladimir Putin und seiner ukrainische Amtskollegin Timoschenko zitiert: "Die zentrale Frage ist jetzt die Frage des Transits." Bei ihrem ersten Treffen seit Monaten wollten Putin und Timoschenko unter anderem über neue Gaspreise und Lieferbedingungen für die Ukraine verhandeln. Die Ukraine erhält bereits seit 1. Jänner kein Gas mehr aus Russland. Laut russischen Regierungsangaben nahmen neben den Energieministern beider Länder auch der Chef des russischen Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, und Oleg Dubina vom ukrainischen Energieversorger Naftogaz an den russisch-ukrainischen Gesprächen teil, die für den Gipfel kurzfristig unterbrochen wurden.
Aus der EU reiste neben Tschechiens Energieminister Riman als Vertreter des EU-Vorsitzes auch Energiekommissar Piebalgs zu dem Gipfel an, um Druck auf Russland und die Ukraine auszuüben. Russland und die Ukraine geben sich gegenseitig die Schuld dafür, dass seit zwölf Tagen kein russisches Gas mehr über die Ukraine nach Westeuropa gelangt. (apa/red)
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