"Stammbelegschaft durchbringen": voest rechnet mit keiner Verbesserung vor April
- Vorstands-Vorsitzender will Kündigungen vermeiden
- Teile der Belegschat steigen auf Kurzarbeit um
·Finanzkrise: voest führt Kurzarbeit ein
Stahl-Konzern will damit Kündigungen verhindern
·AUA muss beim Personal einsparen
Erste Verhandlungen mit dem Betriebsrat gestartet
·Weg aus der Krise mit mehr Innovationen
Autoindustrie versucht
es mit neuer Modellpolitik
·Zahl der Kurzarbeiter
steigt dramatisch an
Rund 15.200 Stellen in Österreich betroffen

Für die voestalpine werde sich die Situation "bis April oder Mai nicht zum Positiven verändern", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder. Es gebe manche Experten, die meinen, dass vor dem Sommer eine erste Verbesserung eintreten könnte. Wie berichtet müssen rund zehn Prozent der 42.000 Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns in den kommenden Monaten auf Kurzarbeit umsteigen.
Zudem werden mindestens 2.000 der rund 4.000 Leiharbeiter abgebaut. Kurzarbeit sei natürlich ein schmerzlicher Schritt für einen Konzern, aber "wenn die Wirtschaftswelt in einer Situation ist, wie wir sie jedenfalls in den letzten Manager-Generationen noch nie hatten, dann kann sich ein global tätiger Konzern dem nicht entziehen", betonte Eder.
Der voestalpine-Konzern sei ein gut aufgestelltes Unternehmen. Wenn die Kunden aber nichts mehr verkaufen können, dann schlage sich das irgendwann auch auf die voestalpine durch. "Und dem tragen wir Rechnung", so der voest-Chef. Das bedeute natürlich Opfer für alle Mitarbeiter. Das ganz Wesentliche dabei sei aber, alles zu tun, um die Stammbelegschaft durch die Krise zu bringen. Das bedeute betriebsbedingte, konjunkturbedingte Kündigungen solange als möglich zu vermeiden bzw. nur im absolut notwendigen Umfang zu tätigen.
(apa/red)
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