Donnerstag, 15. Jänner 2009

Jahresinflation erreicht Rekordniveau: Teuerung kletterte 2008 auf 3,2 Prozent

  • Inflation war zuletzt Anfang der 90er dermaßen hoch
  • Seit Oktober geht die Teuerung aber merklich zurück

Obwohl es gegen Jahresende zu einer positiven Trendwende kam, ist die durchschnittliche Jahresinflation so hoch wie schon lange nicht mehr. Die Teuerung betrug 2008 3,2 Prozent, nach 2,2 Prozent im Jahr 2007 und 1,5 Prozent im Jahr 2006. Dieses Niveau wurde zuletzt Anfang der 1990er Jahre beobachtet.

Im Verlauf des Jahres 2008 zeigte sich allerdings eine sehr unterschiedliche Inflationsentwicklung: Am Jahresanfang lag die Teuerungsrate über drei Prozent. Von Mai bis einschließlich September wurden sogar Inflationsraten zwischen 3,7 Prozent und 3,9 Prozent erreicht. Seit Oktober geht die Teuerung jedoch spürbar zurück und erreichte im Dezember ein Niveau von nur mehr 1,3 Prozent.

Mit 3,2 Prozent lag auch der Jahresdurchschnitt des HVPI im Jahr 2008 deutlich über der Teuerung der vergangenen Jahre. Obwohl die beiden Jahresinflationsraten nach nationalem und europäischem Konzept gleich hoch sind, kommen durch die unterschiedliche Abdeckung der beiden Indizes unterschiedliche Effekte zum Tragen.

Hauptpreistreiber Wohnen
Im letzten Monat des Jahres 2008 lag die Inflationsrate nach Berechnungen der Statistik Austria bei 1,3 Prozent. Hauptpreistreiber im Dezember war der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie", der um zwei Prozent zulegte und für fast ein Drittel der Gesamtinflation verantwortlich war.

Die hohe Inflation und die Finanzkrise wirken sich auch negativ auf die Kaufkraft der Österreicher aus. 2008 hat die Teuerung die Kaufkraftzuwächse zum Großteil weggefressen und heuer werden aufgrund der Krise "leichte Verluste" erwartet, prognostizieren die Marktforscher von RegioData Research. Erst 2010 wird es vermutlich wieder Steigerungen von rund einem Prozent geben.

(apa/red)

15.1.2009 11:25