Immer mehr Österreicher verlosen ihr Haus: Immo-Lotto wird zunehmend beliebter
- NEWS: Traumhäuser wechseln für 99 Euro Besitzer
- Worauf man beim neuen Immo-Lotto achten sollte

·Das Einfamilienhaus
im Lotto gewonnen?
Zwei Tiroler Wohnhäuser
stehen vor der Verlosung
Wenn Jürgen Tatscher auf seinem Designer-Ledersofa sitzt und aus seinen Panoramafenstern blickt, wird dem Unternehmer ein Blick geboten, den kein Tourismuswerbespot besser hinbekommen könnte: Der Geschäftsmann genießt von seinem Haus am Semmering aus nämlich einen uneingeschränkten Blick auf den Schneeberg, dessen Gipfel die untergehende Sonne Abend für Abend in zartes Rosa taucht. Dieser Ausblick, so der stolze Hausbesitzer, ist unbezahlbar. Ich sitze hier oft stundenlang und genieße die Aussicht.
Geht es jedoch nach den Wünschen des gebürtigen Steirers, wird schon bald jemand anderer seinen Platz am Luxussofa einnehmen. Kosten für den Traumausblick auf den Hausberg der Wiener: 99 Euro.
Haus zum Schnäppchenpreis
Denn der Geschäftsmann wird seinen Edelbungalow demnächst verlosen. Sobald 10.999 Lose verkauft sind, wird unter notarieller Aufsicht die Ziehung stattfinden und Tatscher den Hausschlüssel seiner Immobilie für immer aus der Hand geben. Im Losgewinn inkludiert: die gesamte luxuriöse Innenausstattung des Hauses. Tatscher: Ich ziehe beruflich nach Mallorca und möchte daher auf diesem Weg einen neuen Besitzer für mein Haus finden.
Erste Super-Luxusvilla
In neue Dimensionen vorstoßen will Karl Heinz Wingelmaier, Geschäftsführer von Das House, mit der Verlosung einer 900-Quadratmeter-Luxusvilla in Österreichs begehrtester Lage bei Kitzbühel. Das laut Gutachten der Bank sechs Millionen Euro teure Anwesen, das noch in Bau ist, inkludiert einen 200 Quadratmeter großen Wellnessbereich, sieben Bäder und das einzigartige Panorama der Kitzbüheler Berge. Worum sich Promis und Wirtschaftsmagnaten anstellen, ist um 99 Euro per Los zu haben. Registrieren kann man sich unter www.dashouse.at.
Kampf um Kunden und Geschäft
Warum Wingelmaier diesen ungewöhnlichen Weg wählt, hat einen Hintergrund: Mich und viele Branchenkollegen ärgert, dass Unternehmen solche Hausverlosungen de facto nicht durchführen dürfen. Das wollen wir ändern. Als gewerblicher Bauträger garantieren wir Qualität und Preisfairness, so der Geschäftsführer des seit Jahren auf Luxuswohnbau spezialisierten Unternehmens. Jetzt will er für die Branche, die Kunden und das Geschäft dafür kämpfen. Sollte es dennoch untersagt werden, kann er getrost auf die betuchten Interessenten zurückgreifen, die nun darauf aufmerksam werden.
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