Autobauer Chrysler weiterhin auf Talfahrt: Gehen Firmenanteile zu Magna und Renault?
- Verkauf ist möglicher Anfang vom Ende für Konzern
- Hersteller will bestehenden Kooperationen vertiefen
·Autobranche: Kein Ende der Krise in Sicht
"Verdammt schwieriges Jahr" steht jetzt bevor
·Weg aus der Krise mit mehr Innovationen
Autoindustrie versucht
es mit neuer Modellpolitik

Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler führt Kreisen zufolge Gespräche über den Verkauf bedeutender Firmenteile an Konkurrent Renault-Nissan sowie den Autozulieferer Magna, der auch in Österreich mit einer Autofabrik in Graz eine Niederlassung hat. Der Anteilsverkauf würde bestehende Partnerschaften vertiefen, könnte aber auch der Anfang vom Ende des US-Herstellers sein, sagte ein Insider.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Renault-Nissan stehe der Verkauf der bekannten Chrysler-Marke Jeep. Der kanadische Autozulieferer Magna solle das Montage-Werk in Belvidere in im US-Bundesstaat Illinois kaufen und erhalte im Gegenzug langfristige Lieferverträge. Die beteiligten Firmen äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.
In parallelen Gesprächen prüft Chrysler laut Kreisen auch den Verkauf seines Modells PT Cruiser samt Fertigungsmitteln an chinesische Hersteller. Gespräche gebe es mit Chery Automobile und Guangzhou Automobile, sagten drei mit der Situation vertraute Personen. Chery äußerte sich zunächst nicht. Ein Guangzhou-Sprecher erklärte, ihm sei nichts über Gespräche mit Chrysler bekannt. Der US-Hersteller, der von der amerikanischen Regierung Anfang Jänner einen Notkredit erhielt, treibt angesichts von Verkaufseinbrüchen und schmelzenden Finanzmitteln seine Umstrukturierung voran.
(apa/red)
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