Morgan Stanley steigt bei Citigroup ein: Zusammenschluss der Broker-Unternehmen
- Milliardenverluste der Citigroup fordert Firmenumbau
- Verwaltung von Kundengelder im Wert 1,3 Billionen

·US-Arbeitslosenzahl
erreicht Rekordmarke
Im Dezember höchster Stand seit über 16 Jahren
Angesichts drohender neuer Milliardenverluste verschärft der US-Finanzkonzern Citigroup seinen Umbau radikal. In einem ersten Schritt legt die Großbank ihr Handelsgeschäft mit der Investmentbank Morgan Stanley zum größten Broker-Unternehmen der Welt zusammen. Der Verkauf weiterer Konzernteile ist geplant.
Künftig soll es laut Medien sogar nur noch zwei Säulen geben: Bankgeschäfte für Firmen und für Privatkunden. Dies gilt als drastischer Kurswechsel und endgültiger Abschied vom Modell eines Allfinanz-Konzerns.
Das kombinierte Handelsgeschäft von Citigroup und Morgan Stanley werde Kundengelder von 1,7 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro) verwalten, teilten die beiden Häuser in New York mit. Das Gemeinschaftsunternehmen beschäftige mehr als 20.000 Händler und Finanzberater.
2,7 Milliarden Dollar
Die neue Broker-Sparte soll unter der Führung von Morgan Stanley stehen. Die US-Investmentbank hält 51 Prozent, die Citigroup vorerst den Rest. Die Citigroup bringt ihr bisher unter dem Namen Smith Barney laufendes Handelsgeschäft ein und bekommt dafür 2,7 Milliarden Dollar in bar. Der Konzern erzielt auch durch Buchgewinne unter dem Strich einen Einmalgewinn nach Steuern von 5,8 Milliarden Dollar.
Das Geld kann die zu den größten Opfern der Finanzkrise zählende Citigroup nach vier tiefroten Quartalen in Folge gut gebrauchen. Auch für das Schlussquartal 2008 wird ein Milliardenverlust erwartet. Im Gesamtjahr könnte sich das Minus damit auf mehr als 20 Milliarden Dollar belaufen. Der Konzern will die Zahlen am Donnerstag nächster Woche vorlegen.
(apa/red)
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