Montag, 19. Jänner 2009

Federer, Djokovic und Roddick ohne Mühe: Auch bei Damen fehlen die Überraschungen

  • Favoriten bleiben bei den Herren ohne Satzverlust
  • Damen: Auch Jankovic, Ivanovic und Safina weiter

Die Australian Open haben ohne große Sensation begonnen. Mit der Ungarin Agnes Szavay, der Oberösterreicherin Sybille Bammer, der Russin Maria Kirilenko und dem Spanier Feliciano Lopez schieden durchwegs nur im hinteren Teil platzierte Gesetzte aus. Die Asse wie der Schweizer Roger Federer und der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic bzw. die Serbinnen Jelena Jankovic und Ana Ivanovic kamen hingegen jeweils ohne Satzverlust weiter.

Die Überraschung des Tages schaffte freilich ein Lokalmatador von erst 16 Jahren und 90 Tagen. Der Weltranglisten-768. Bernard Tomic besiegte den Italiener Potito Starace (73) in vier Sätzen und ist damit der jüngste Spieler mit einem in der Open Era bei diesem Grand-Slam-Turnier errungen Sieg. Tomic hatte 2008 das Junioren-Turnier für sich entschieden. "Es ist ein Traum, der für mich wahr geworden ist, gleich bei meiner Premiere das Spiel zu gewinnen", so der Jugendliche von der "Gold Coast".

Liebling der Fans
Die Fans in der "Margaret Court Arena" standen wie ein Mann hinter Tomic und trieben ihn in der Schlussphase zum Sieg. Dem zu erwartenden Druck sieht er gelassen entgegen: "Da kann ich damit umgehen. Ich bin froh, wenn ich eine derart unglaubliche Unterstützung habe wie heute."

Aber "Oldies" zeigten, was sie können. Kimiko Date Krumm ist um 22 Jahre und einen Monat älter als Tomic und bestritt mit ihrer Partie gegen die Estin Kaia Kanepi erstmals nach zwölf Jahren wieder ein Match in einem Major-Hauptfeld. Die 38-jährige Japanerin forderte die Baltin und musste sich nur 6:8 im dritten Satz geschlagen geben. Kanepi trifft nun auf die Tirolerin Patricia Mayr.

Bei den Herren entzauberte der 36-jährige Fabrice Santoro den ehemaligen spanischen Weltranglisten-Ersten Juan Carlos Ferrero, der Franzose kam in vier Sätzen weiter. Santoro bestreitet sein 42. Grand-Slam-Turnier in Serie und das insgesamt 66., womit er die Open-Era-Rangliste deutlich vor Andre Agassi anführt. Sein nächster Gegner ist der Deutsche Philipp Kohlschreiber.

Guter Start ins Tunier für Federer
Federer gab zwar beim 6:1,7:6,7:5 gegen Andreas Seppi keinen Satz ab, der Italiener verlangte ihm aber doch einiges ab. Im ersten Satz dominierte Federer mit seiner ultraschnellen Vorhand und zeigte immer wieder großartiges Tennis. "Dieser Satz hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Das war eine sehr gute Art, ins Turnier zu starten", sagte der dreifache Sieger dieses Turniers (2004,2006,2007).

Dann aber erschwerte sich bei mittlerweile angenehmer Temperatur die Sache für Federer. Seppi brachte den Eidgenossen mit seinen schnellen Grundlinienbällen immer wieder in Verlegenheit und kam zu Chancen. Auch im dritten Satz hielt der Südtiroler sehr gut mit. Weit nach Mitternacht nutzte Federer dann in der ansehnlichen Partie seinen vierten Matchball.

Djokovic hatte beim 6:2,6:3,7:5 gegen den italienischen Qualifikanten Andrea Stoppini noch nicht seine Topform zu bieten, seine Landsfrauen Jankovic beim 6:1,6:3 gegen die Vorarlbergerin Yvonne Meusburger und Ana Ivanovic beim 7:5,6:3 gegen die Deutsche Julia Görges wurden nicht ganz so viel geärgert. Von drei Australierinnen schaffte es nur Jelena Dokic gegen die Vorarlbergerin Tamira Paszek in die nächste Runde, bei den Herren stieg neben Tomic auch Brydan Klein auf.

(apa/red)

19.1.2009 16:55