Neuer Coach im Kampf gegen den Abstieg:
Zellhofer schwingt jetzt das Zepter in Altach
- 48-Jähriger erhält einen Vertrag bis Sommer 2009
- Vorgänger Schönenberger nur vier Monate im Amt

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Fußball-Bundesliga-Schlusslicht SCR Altach hat nach der Beurlaubung des Schweizers Urs Schönenberger mit Georg Zellhofer einen neuen Trainer präsentiert. Der ehemalige Rapid-, Austria-, und Pasching-Coach, der im Sommer (Mai bis Anfang Juli) auch die SV Ried trainiert, allerdings aufgrund von Meinungsverschiedenheiten schnell und noch vor dem ersten Spiel wieder das Handtuch geworfen hatte, unterzeichnete bei den Vorarlbergern einen Vertrag bis Saisonende.
"Egal ob bei Pasching, Rapid, Austria oder jetzt in Altach, im Endeffekt zählt nur der Erfolg. Und der kann nur sein, am Ende Neunter zu sein", erklärte Zellhofer. Der Mission Klassenerhalt gelte die volle Aufmerksamkeit. "Es ist wichtig, dass die Mannschaft jetzt Charakter zeigt. Wenn es uns gelingt, noch zwei bis drei Spieler mit Charakter zu holen, kann der Klassenerhalt geschafft werden", fügte der 48-Jährige hinzu.
Die Kaderplanung bei den punktgleich mit Mattersburg am Tabellenende liegenden Vorarlbergern werde in den nächsten Tagen beginnen. "Ich will mir zuerst ein Bild von der Mannschaft machen", betonte Zellhofer.
Drei bis fünf Verstärkungen
Bis zum 29. Jänner soll die Mannschaft jedenfalls stehen, an dem Tag reist die Zellhofer-Truppe bis 7. Februar ins Trainingslager nach Belek. Potentielle Zugänge wurden von Vereinsseite noch nicht genannt, es sollen aber drei bis fünf Spieler in der Winterübertrittszeit kommen. Fix ist, dass bei den Altachern sowohl im Angriff, wo wohl nur noch die kühnsten Optimisten an eine Rückkehr des Brasilianers Ailton glauben, und der Abwehr (66 Gegentore in 22 Spielen/Zellhofer: "Das ist einfach zu viel") dringender Handlungsbedarf besteht.
Der zweifache Familienvater war nach seinem Langzeitengagement beim SV Pasching (August 1996 - Juli 2003 sowie Jänner 2004 - Jänner 2006) bei Rapid (Jänner 2006 - August 2006), der Austria (Oktober 2006 - März 2008) und schließlich kurzfristig in Ried tätig. Bei den Oberösterreichern, wo er nie einen Vertrag unterschrieben hatte, legte er sein Amt allerdings wegen Unstimmigkeiten bezüglich der Transferpolitik des Clubs nach kurzer Zeit wieder nieder. Damals machte das Gerücht die Runde, dass er die Entscheidung aufgrund des vermeintlich schwachen Kaders der Innviertler getroffen hätte. "Ich bin damals falsch interpretiert worden", sagte Zellhofer am Montag.
Chemie stimmte nicht mehr
Zellhofer-Vorgänger Schönenberger war am Sonntagabend (23 Uhr) nach der Rückkehr vom Schweinske Hallencup in Hamburg über seine Beurlaubung informiert worden. Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft hatte schon gegen Ende der Herbstsaison nicht mehr gestimmt. Deshalb sei man auch bereits kurz vor Weihnachten im Rahmen einer Klausur zu dem Entschluss gekommen, dass die Verpflichtung eines neuen Coaches der beste Weg sei. Zu Trainingsbeginn wurde dann auch noch mit dem Spielerrat gesprochen, ehe die endgültige Entscheidung gefällt wurde.
(apa/red)
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