Mittwoch, 14. Jänner 2009

Des einen Freud, des andern Leid: ÖSV-Verletzungspech bringt Youngsters Chance

  • Puchner und Graf dürfen in Wengen Talent zeigen
  • Giger lässt junge Läufer Weltcup-Luft schnuppern

Aufgrund der aktuellen Verletzungsserie im österreichischen Herren-Ski-Team erhalten zwei Youngsters die Möglichkeit, bei den traditionellen Lauberhorn-Rennen in Wengen Weltcup-Luft zu schnuppern. Der 21-jährige Tiroler Joachim Puchner und der 20-jährige Vorarlberger Bernhard Graf sind für die Super-Kombination am Freitag vorgesehen, ein Einsatz beim Abfahrts-Klassiker am Samstag hängt laut Herrencheftrainer Toni Giger auch von den Erfahrungen in den Trainings ab.

"Da wir derzeit viel Verletzungspech haben, sind einige Plätze frei. Diese Tatsache wollen wir nutzen, um jungen Läufern Weltcup-Erfahrung zu ermöglichen", meinte Giger im Vorfeld der Rennen in Wengen. Aktuell fehlen im Abfahrtsaufgebot der Österreicher verletzungsbedingt Hans Grugger, Andreas Buder, Rainer Schönfelder und Mario Scheiber.

Auch ein Einsatz von Max Franz wäre geplant gewesen, doch der Neffe des ehemaligen Weltklasse-Läufers Werner Franz muss passen. Der 19-Jährige wurde nämlich selbst zu einem Verletzungsopfer, bei seiner Europacup-Siegesfahrt am 9. Jänner in Wengen zog sich Franz eine Kreuzbandzerrung zu und muss zwei Wochen passen.

Während Puchner in Wengen vor seinem Weltcup-Debüt steht, hat Graf bereits einen Einsatz auf der großen Bühne absolviert. Bei der Super-Kombination am 12. Dezember im WM-Ort Val d'Isere fiel Graf, Junioren-WM-Dritter 2007 in Abfahrt und Super G, allerdings aus. Puchner hat ebenfalls bereits Edelmetall bei einer Junioren-WM erobert, 2007 wurde er vor Graf Super-G-Zweiter.
(apa/red)

14.1.2009 10:34