Montag, 19. Jänner 2009

Thomas Pöck wird eine runde Sache feiern:
Islanders-Verteidiger vor 100. NHL-Einsatz

  • Pöck damit zweiterfahrenster NHL-Spieler Österreichs
  • Vanek steuert bei 3:1-Sieg der Sabres 2 Assists bei

Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek feiert heute im warmen Florida seinen 25. Geburtstag, weil am Abend die Buffalo Sabres im ersten von sechs Auswärtsspielen in Folge bei den Panthers gastieren. Auch für den zweiten Österreicher in der National Hockey League (NHL) steht heute ein besonderes Spiel auf dem Programm. Thomas Pöck bestreitet sein insgesamt 100. Spiel in der NHL (inklusive Play-off), wenn die New York Islanders bei den Washington Capitals gastieren.

Pöck ist damit Österreichs Nummer zwei in der NHL-Einsatzrangliste hinter Vanek (316) und der einzige ÖEHV-Verteidiger, der den Sprung in die stärkste Liga der Welt geschafft hat. "Wenn mir vor sieben Jahren jemand gesagt hätte, dass ich 100 NHL-Spiele mache, hätte ich gelacht", meint der Kärntner. "Aber man will natürlich trotzdem mehr. Zum Beispiel, dass ich in fünf Jahren sagen kann, ich stehe vor meinem 400. Spiel. Oder am Ende der Karriere 1.000, das wäre super. Aber ich schaue nicht so weit nach vor, sondern nur von Spiel zu Spiel", erklärte Pöck im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Der 27-jährige Verteidiger wurde im Sommer von den New York Rangers zu den Islanders transferiert, die mit vielen verletzten Verteidigern zu kämpfen hatten. Bei den Rangers, für die er im Frühjahr 2003 gleich mit einem Tor debütiert hatte, war er in der vergangenen Saison nur zu einem Einsatz gekommen, ehe es ins Farmteam ging.

Islanders bleiben Schlusslicht
Bei den Islanders kommt Pöck zu vielen Einsätzen, wenngleich auch nicht zu so viel Eiszeit und so vielen Punkten (1 Tor, 2 Assists) wie erhofft. Zudem ist das stark verletzungsgeplagte Team aus Long Island mit 28 Punkten und nur 12 Siegen aus 45 Spielen Schlusslicht der gesamten Liga. Aus den jüngsten 21 Spielen stehen gar nur zwei Siege zu Buche.

"Es ist nicht angenehm, wenn man mit Abstand Letzter ist und man fast keine Partie gewinnt. Die Verletzungen sind sicher ein Grund dafür. Aber wir sind nicht so schlecht, wie die Statistik. Für mich ist es gut, in der NHL zu sein, aber es könnte mehr sein. Für mich und die Mannschaft", erklärte Pöck. Der Klagenfurter bekam zunächst viel Eiszeit, zuletzt aber weniger. "Man will natürlich mehr. Ich muss eben die Zeit, die ich bekomme, gut spielen und zeigen, dass es mit mir funktioniert", betonte er, und hofft, dass "die zweite Saisonhälfte besser wird."

Das Play-off ist auch dann außer Reichweite. 94 Punkte waren im Vorjahr dafür notwendig, die Islanders müssten also wahrscheinlich mehr als 30 der noch ausstehenden 37 Partien gewinnen. Daher werden die Club-Verantwortlichen wohl auch schon die Planungen für die nächste Saison im Hinterkopf haben. Ob Pöck, dessen Vertrag ausläuft, da eine Rolle spielt, weiß er nicht.

Vanek steuert zwei Assists bei
Eishockey-Star Thomas Vanek hat beim 3:1-Heimsieg der Buffalo Sabres gegen die Carolina Hurricanes zwei Assists beigesteuert. Der Steirer hält damit bei 27 Treffern und 14 Torvorlagen. Der Flügelstürmer leistete die Vorarbeit zum ersten und dritten Treffer, die jeweils Tim Connolly erzielte. Sabres-Tormann Ryan Miller hatte mit 36 abgewehrten Schüssen großen Anteil am 23. Saisonsieg seines Teams. Buffalo kam zum zweiten Sieg in Folge, die Hurricanes mussten die fünfte Pleite en suite einstecken.
(apa/red)

19.1.2009 07:45