Loitzl hat Gefallen am Siegen gefunden:
Gewinnt in Zakopane vor Schlierenzauer
- DSV-Adler Martin Schmitt landet auf drittem Platz
- Amman nach Platz fünf weiterhin Weltcup-Leader

·Skispringen: Die Weltcup-Wertungen
Gesamtwertung und Nationencup 2008/09
·Skispringen - der
Kult ist wieder online!
Aber Vorsicht: Finger-
spitzengefühl erforderlich!
Tournee-Sieger Wolfgang Loitzl hat in Zakopane die Erfolgsserie der ÖSV-Skispringer prolongiert. Der 29-jährige Steirer gewann vor Kulm-Doppelsieger Gregor Schlierenzauer und feierte seinen vierten Weltcup-Erfolg. Dritter im durch wechselnde Windbedingungen beeinflussten ersten von zwei Bewerben in Polen wurde der Deutsche Martin Schmitt. Schlierenzauer verkürzte seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf den Tages-Fünften Schweizer Simon Ammann auf 42 Punkte.
"Es ist ein Hammer, was seit zwei Wochen mit mir passiert. Es geht momentan alles einfach und es funktioniert alles", betonte Loitzl gegenüber der APA. "Er ist heute wieder fehlerfrei gesprungen. Er hat sich hier von Sprung zu Sprung gesteigert", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. Loitzl hatte nach seinem Tournee-Triumph am vergangenen Wochenende beim Skifliegen am Kulm mit einer Magenverstimmung zu kämpfen gehabt und war nicht im absoluten Spitzenfeld gelandet.
"Selbstvertrauen von der Tournee"
"Dass es heute so aufgeht, damit konnte ich nicht rechnen, aber ich bin mit einem guten Gefühl hierhergekommen", sagte der Bad Mitterndorfer. "Er hat jetzt wieder das Selbstvertrauen von der Tournee", so Pointner. Platz zwei von Schlierenzauer trotz leichter Fehler beim Timing stimme ihn äußerst positiv für das zweite Springen am Samstag, sagte der ÖSV-Cheftrainer. Der 19-jährige Tiroler hatte die Qualifikation und den Probedurchgang dominiert.
Die ÖSV-Adler gewannen somit sämtliche sechs Bewerbe seit Jahresbeginn. Vor Schlierenzauers Siegen beim Skifliegen am Kulm hatte Loitzl bei drei Tournee-Springen triumphiert. "Ich hoffe, dass es bis zur WM so weitergeht", meinte Loitzl. Im ersten Durchgang, der nach zu starkem Aufwind eine halbe Stunde unterbrochen gewesen war, hatte er mit einem Sprung auf 129,5 m bereits 4,6 Punkte Vorsprung auf Vorjahressieger Schlierenzauer (127,5) herausgeholt. Ammann hatte die Chancen auf seinen sechsten Saisonsieg mit einem Sprung auf 118 m bereits verspielt.
Vierter Sieg seit dem Jahreswechsel
Mit einem Satz auf die neuerliche Höchstweite von 132 m sicherte sich Loitzl schließlich mit 10,2 Punkten Vorsprung seinen vierten Sieg seit dem Jahreswechsel. Schlierenzauer kam im Finale auf 130 m. Ammann hielt den Schaden mit einer Steigerung auf 127 m in Grenzen. "Es war sehr schwierig zu springen. Wenig Anlauf kommt uns entgegen, weil wir technisch am besten springen", betonte Pointner. Schmitt verdrängte den Halbzeit-Dritten Roman Koudelka (CZE) mit einem Finalsprung auf 129,5 m noch auf Rang vier.
Markus Eggenhofer (116,5 m/121,0 m) schaffte als Neunter seinen zweiten Top-Ten-Platz. "Bei ihm geht es Schritt für Schritt aufwärts, er hat sich in der Weltspitze etabliert", freute sich Pointner über die Leistung des Salzburgers. Manuel Fettner, der vierte angetretene Österreicher, belegte Rang 28. Weltcup-Titelverteidiger Thomas Morgenstern, Skiflug-Vizeweltmeister Martin Koch und Andreas Kofler lassen die zwei Springen in Polen aus. Neben Morgenstern und Koch fehlen in Zakopane mit den Finnen Harri Olli, Ville Larinto und Matti Hautamäki sowie dem Norweger Anders Jacobsen weitere vier aus den Top Ten des Weltcups.
| Ergebnis: | |||
| 1. | Wolfgang Loitzl | AUT | 272,7 Punkte (129,5 m/132,0 m) |
| 2. | Gregor Schlierenzauer | AUT | 262,5 (127,5/130,0) |
| 3. | Martin Schmitt | GER | 249,4 (121,0/129,5) |
| 4. | Roman Koudelka | CZE | 245,1 (125,5/124,0) |
| 5. | Simon Ammann | SUI | 236,5 (118,0/127,0) |
| 6. | Jakub Janda | CZE | 229,8 (121,0/120,0) |
| 7. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 229,2 (116,0/125,5) |
| 8. | Adam Malysz | POL | 225,7 (121,0/118,0) |
| 9. | Markus Eggenhofer | AUT | 222,0 (116,5/121,0) |
| 10. | Andreas Küttel | SUI | 219,8 (119,5/116,5) |
| 11. | Kamil Stoch | POL | 216,6 (119,5/115,0) |
| 12. | Kalle Keituri | FIN | 215,6 (116,5/118,0) |
| 13. | Rafal Sliz | POL | 214,3 (118,5/115,0) |
| 14. | Michael Neumayer | GER | 210,8 (114,0/119,5) |
| 15. | Michael Uhrmann | GER | 208,8 (115,5/115,5) |
| 16. | Anders Bardal | NOR | 206,1 (113,0/116,5) |
| 17. | Emmanuel Chedal | FRA | 206,0 (113,0/117,0) |
| 18. | Stefan Hula | POL | 203,3 (116,5/112,0) |
| 19. | Jernej Damjan | SLO | 202,0 (112,5/115,0) |
| 20. | Sigurd Pettersen | NOR | 201,6 (115,0/112,0) |
| 21. | Kai Kovaljeff | FIN | 196,4 (115,5/110,0) |
| 22. | Krzysztof Mietus | POL | 194,7 (116,0/108,0) |
| 23. | Primoz Peterka | SLO | 192,4 (116,5/106,5) |
| 24. | Ilja Rosljakow | RUS | 191,5 (110,5/112,0) |
| 25. | Kim Rene Elverum | NOR | 191,0 (109,0/113,5) |
| 26. | Mitja Meznar | SLO | 189,6 (111,0/111,0) |
| 27. | Pawel Karelin | RUS | 187,8 (114,5/106,5) |
| 28. | Manuel Fettner | AUT | 185,5 (110,0/110,0) |
| 29. | Piotr Zyla | POL | 185,1 (111,5/108,0) |
| 30. | Marcin Bachleda | POL | 182,4 (109,0/109,0) |
(apa/red)
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