Skisprung-Sport hat einen Dopingskandal: Olympiasieger Lars Bystöl positiv getestet
- Bei Cupbewerb in Vikersund in die Falle getappt
- Norweger erklärt: Kein eistungsförderndes Mittel

Der Skisprung-Sport hat einen Dopingskandal. Lars Bystöl wurde beim norwegischen Cupbewerb in Vikersund bei einer Dopingprobe positiv getestet. Der Norweger ist Olympiasieger auf der Normalschanze. Er holte bei den Winterspielen 2006 in Turin die Goldmedaille. Der 29-Jährige bestätigte den Vorfall.
Bystöl sagte gegenüber dem wöchentlichen Boulevardmagazin "Se og Hör", es habe sich dabei nicht um ein leistungsförderndes Mittel gehandelt und außerdem habe er es nicht in einer Wettbewerbssituation eingenommen. Dem Bericht zufolge soll Bystöl auf das Narkotikum THC positiv getestet worden sein. Dieses kommt in der Droge Cannabis vor.
Lange Sperre droht
Norwegischen Medien zufolge muss der Springer nun mit einer vier-bis achtmonatigen Sperre rechnen. Teamchef Clas Brede Braathen sagte gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, er sei "sehr traurig und es tut mir für Lars leid. Er hat es offenbar derzeit nicht leicht". Es sei ihm wichtig hervorzuheben, dass Bystöl nicht "aus Jux" gehandelt habe. Der Sportler sei vielmehr "im falschen Milieu gelandet".
In der Vergangenheit war Bystöl immer wieder wegen übermäßigen Alkoholkonsums aufgefallen. 2003 wurde der Wintersportler zeitweise aus Norwegens Weltcup-Team ausgeschlossen, nachdem er im Vollrausch ins Osloer Hafenbecken gestürzt war. 2007 kam er nach einer Schlägerei ebenfalls unter Alkoholeinfluss in Haft. Auch hier wurde er zunächst für internationale Wettbewerbe gesperrt, dann nach öffentlichen Entschuldigungen sowie guten sportlichen Leistungen von Norwegens Skiverband erneut nominiert.
(apa/red)
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