2009 bringt mehr Spannung im Tennis:
Ab jetzt auch ATP-Punkte für den Davis-Cup
- Federer spielt in Melbourne um 14. Grand-Slam-Sieg
- Williams-Schwestern gegen die russische Armada

Die Tennis-Saison 2009 steht mit den Australian Open ab kommendem Montag vor ihrem ersten Höhepunkt. Das Jahr bringt viel Neues und verspricht vor allem auf Männerseite Hochspannung wie schon lange nicht mehr. Roger Federer könnte mit seinem 14. Grand-Slam-Sieg Pete Sampras einholen. Und das es im Davis Cup ab sofort auch ATP-Punkte zu holen gibt, sollte dieser bei den Stars mehr an Beliebtheit gewinnen.
Nicht nur die Herrentour - heißt jetzt ATP World Tour - präsentiert sich dieser Tage inklusive neuer Website (www.atpworldtour.com) in einem neuen Kleid. Nach den vier Grand Slams bilden in diesem Jahr statt der bisherigen Masters-Veranstaltungen neun sogenannte 1000er-Turniere die höchste Kategorie. Aber auch sonst ändert sich 2009 einiges. Es gibt viel mehr kombinierte Männer- und Frauenturniere als bisher, der Kalender ist übersichtlicher, die großen Turniere sind noch deutlicher positioniert und zahlen noch mehr Preisgeld. Bei den Grand-Slam-Turnieren lassen sich besonders in den Schlussrunden noch mehr Punkte verdienen als bisher und Erfolge im Davis-Cup bringen nun Punkte für das individuelle Ranking. Das könnte wieder mehr Stars anlocken, die sich sonst oft gerne vor der unbeliebten Verpflichtung drücken.
In Melbourne hat Federer die erste Chance, die Marke von 14 Grand-Slam-Titeln von Pete Sampras zu egalisieren. Angenehmes Nebenprodukt eines vierten Australian-Open-Titels wäre auch eine Verbesserung seiner Punktzahl und damit eine Reduktion des Rückstandes auf Rafael Nadal, den er aber in Australien noch nicht an der Spitze der Weltrangliste ablösen kann. Besonders in der ersten Jahreshälfte stehen Federers Chancen aber gut, den Spanier wieder einzuholen, weil dieser speziell zwischen April und Anfang Juli viele Punkte zu verteidigen hat.
Frauen suchen ihre Top-Dame
Deutlich im Schatten steht einmal mehr die Frauentour, auf der seit dem Rücktritt von Justine Henin im vergangenen Mai die Unkonstanz an der Spitze die einzige Konstante ist. Wenn sie fit sind, dürften die Williams-Schwestern Venus und Serena auch heuer top sein, konkurrenziert durch die so unterschiedlichen Serbinnen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic sowie die erneut in Kompaniestärke aufmarschierenden Russinnen, angeführt neu von Dinara Safina.
(apa/red)
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