Schlechtwetter verhindert die elfte Etappe:
Willkommener Ruhetag für Fahrer der Dakar
- Motorradfahrer Guerrero nach bösem Sturz im Koma
- Spanier Carlos Sainz liegt weiterhin klar in Führung

·Spektakuläre Dakar: Die BILDER der Rallye
Hautnahe Impressionen der Südamerika-Premiere
Die elfte Etappe der ersten Rallye Dakar in Südamerika ist wegen schlechten Wetters bereits vor dem Start abgesagt worden. Die Wertungsprüfung zwischen Copiapo in Chile und Fiambala in Argentinien wurde gestrichen, die Wegstrecke im Convoi zurückgelegt. Ein prognostizierter Schneesturm in den Höhenlagen der Kordilleren hätte die Überfahrt zu einem zu großen Risiko gemacht, erklärten die Organisatoren.
Die insgesamt 680 km lange Strecke hätte mit 4.700 m Seehöhe über den höchsten jemals im Motorsport angesteuerten Punkt führen sollen - den Paso San Francisco. "Es wäre eine sehr schöne Etappe gewesen, aber die Sicherheit hat Priorität", erklärte Dakar-Sportdirektor David Castera. Im Verlauf der Rallye war bereits ein Motorradfahrer (Pascal Terry/FRA) an Herzversagen verstorben, ein weiterer, der Spanier Cristobal Guerrero, liegt nach einem Unfall im Koma.
Guerrero ist mittlerweiel außer Lebensgefahr. "Der Pilot ist beim Sturz voll auf dem Kopf gelandet", erklärte die Leiterin der Gesundheitsbehörde der Region Atacama, Ana Quiroga.
Guerrero war am Dienstag auf der zehnten Etappe durch die chilenische Atacama-Wüste nach seinem Unfall ins Koma gefallen und per Helikopter in ein Krankenhaus in Copiapo gebracht worden. Der 48-Jährige war auf einer KTM unterwegs. Guerrero stürzte bei Kilometer 160 des 467 Kilometer langen Teilstücks.
Vor Beginn der Rallye, die erstmals in Südamerika ausgetragen wird, hatte Guerrero laut Angaben der argentinischen Zeitung "La Nacion" gesagt: "Ich will das Rennen einfach nur beenden. So Gott will, wird diese Rallye gut zu Ende gehen."
Bei der 30. Auflage der Rallye Dakar waren bereits Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich sowie zwei Fahrer eines Transportfahrzeuges tödlich verunglückt. Insgesamt hat die Rallye Dakar bisher 58 Menschen das Leben gekostet.
Sainz voran
In Führung liegt weiterhin der Spanier Carlos Sainz. Der zweifache Rallye-Weltmeister hatte seinen Vorsprung auf seinen VW-Markenkollegen Mark Miller (USA) am Dienstag in der Atacama-Wüste auf 24:54 Minuten ausgebaut. Auf Platz drei rangiert mit dem Südafrika Giniel de Villiers mit 41:13 Minuten Rückstand ebenfalls ein VW-Pilot. Bei den Motorrädern steuert der Spanier Marc Coma auf seinen zweiten Gesamtsieg zu. Die zwölfte Etappe führt am Donnerstag nach La Rioja, die Rallye endet am Samstag in Buenos Aires.
(apa/red)
