EU sieht Abkommen in Reichweite: Neue Hoffnung auf eine Waffenruhe in Nahost
- Hamas könnte ägyptische Initiative akzeptieren
- EU lehnt direkte Verhandlungen mit der Hamas ab
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Knapp drei Wochen nach Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen mit bisher über 1000 Toten mehren sich die Anzeichen für eine bevorstehende Waffenruhe. Die radikale Hamas ließ erstmals erkennen, dass sie bereit sei, die ägyptische Initiative für einen Stopp des Blutvergießens zu akzeptieren. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte vor dem Europaparlament in Straßburg, "in einigen Tagen" könnte eine Waffenruhe erreicht werden. Ein Abkommen sei in Reichweite.
"Die Hamas wird öffentlich ihre Unterstützung und Billigung verkünden", erklärte Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos. Aus ägyptischen Regierungskreisen verlautete etwa zeitgleich, dass die Hamas dem Vorstoß Ägyptens aufgeschlossen gegenüber stehe. Hamas-Vertreter Ghazi Hammad sagte, es gebe bei den Gesprächen in Kairo "gute Fortschritte".
Verhandlungen mit Israel?
Die Hamas hoffe, dass Ägypten nun mit Israel Verhandlungen über den Plan aufnehme. Die ägyptische Initiative sieht ein Ende des Blutvergießens und eine kontrollierte Öffnung der Grenzübergänge vor, aber auch Garantien für Israel, um Waffenlieferungen für die Hamas zu unterbinden.
Israel schickt seinen Spitzenverhandler Amos Gilad nach Kairo, um in den Bemühungen um eine Waffenruhe im blutigen Gaza-Konflikt weiterzukommen. Gilad werde den ägyptischen Unterhändlern, die die indirekten Verhandlungen mit der radikalen Hamas vermitteln, "in erster Linie zuhören", sagte eine Sprecherin des Ministerpräsidentenamtes. Der Top-Beamte im Rang eines Abteilungsleiters im israelischen Verteidigungsministerium war bereits in der Vorwoche in Kairo gewesen.
Dem Vernehmen nach wird Gilad von seinen ägyptischen Gesprächspartnern die Antworten zu hören bekommen, die die Hamas-Führung in Hinblick auf die ägyptische Friedensinitiative formuliert hat.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, der in der jordanischen Hauptstadt Amman eintraf, rief Israel und die militanten Palästinenser noch einmal eindringlich zu einer sofortigen Waffenruhe und zur Einhaltung der jüngsten Resolution des Sicherheitsrates auf.
(apa/red)
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