Montag, 12. Jänner 2009

Wächst durch Krieg der Antisemitismus?
"Überbleibsel aus den dunkelsten Tagen"

  • Israel beklagt Antipathie-Welle in der ganzen Welt
  • Schändung von jüdischen Friedhöfen & Synagogen

Israel beklagt eine Welle von wachsendem Antisemitismus in aller Welt als Folge seiner Militäroffensive im Gazastreifen. Mit großer Sorge nehme Israel Berichte zur Kenntnis, wonach Juden und Israelis vielerorten verbal oder körperlich angegriffen würden, heißt es in einer Erklärung von Außenministerin Tzipi Livni.

Dazu komme die Schändung von jüdischen Friedhöfen und Synagogen sowie antisemitische Hetze bei pro-palästinensischen Demonstrationen. Manche Karikaturen und Leitartikel seien wie Überbleibsel aus den dunkelsten Tagen des 20. Jahrhunderts.

Livni forderte alle politischen Führer auf, alle diese Formen von Aufwiegelung und Hass zu unterdrücken, zu verurteilen und strafrechtlich zu verfolgen.

Die Außenministerin verteidigte die seit 27. Dezember anhaltende Militäroffensive, bei der bisher mehr als 900 Palästinenser getötet und weitere 4100 verletzt wurden. Israel gehe "defensiv" gegen eine Terrororganisation vor, die täglich Raketen und Mörsergranaten abfeuere und damit das Leben von israelischen Zivilisten gefährde. Darüber hinaus rufe die radikalislamische Hamas zur Zerstörung Israels auf.

(apa/red)

12.1.2009 20:04