Ausschuss sagt 'ja': Clinton nimmt nächste Hürde auf dem Weg ins Außenministerium
- Gesamtabstimmung gilt nur noch als Formsache
- Clinton setzt auf Diplomatie und Zusammenarbeit

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Die frühere First Lady Hillary Clinton (61) hat die erste entscheidende Hürde auf dem Weg an die Spitze des US-Außenministeriums genommen. Der Senats-Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten stimmte der Berufung Clintons zur neuen US-Außenministerin mit überwältigender Mehrheit zu. Mit dem Votum ist der Weg für ihre endgültige Bestätigung frei. Sollte alles wie geplant laufen, könnte Clinton bereits kurz nach der Amtseinführung ihres früheren Rivalen Barack Obama als US-Präsident am nächsten Dienstag durch den gesamten Senat bestätigt werden.
Größere Hürden dürften nicht mehr in Clintons Weg stehen, deren politischer Scharfsinn sowohl von ihrer eigenen demokratischen Partei als auch von den gegnerischen Republikanern gelobt wird. So erklärte der republikanische Senator Jim DeMint, Clinton könne einer der besten Außenminister werden, die die USA je hatten.
Bedenken wegen Stiftung
Bestehen noch Bedenken, so drehen sie sich vor allem um die Stiftung ihres Mannes, Ex-Präsident Bill Clinton, und deren Spendenzuflüsse aus dem Ausland. DeMint erklärte, auch er sei in dieser Frage weiter wachsam, doch sollte dieses Thema nicht Clintons Berufung im Wege stehen. Die einzige Gegenstimme kam von dem Republikaner David Witter, der mit Verweis auf Bill Clintons Stiftung von einem "Multimillionen Dollar großen Minenfeld von Interessenskonflikten" sprach. Insgesamt stimmten 16 Senatoren für und einer gegen Clinton.
Clinton will nach acht Jahren Bush-Regierung die US-Außenpolitik in eine neue Richtung lenken und als Außenministerin auf Diplomatie und internationale Zusammenarbeit setzen. "Amerika kann die dringendsten Probleme nicht alleine lösen, und die Welt kann sie nicht ohne Amerika lösen", sagte Clinton am Dienstag in einer Senatsanhörung.
(apa/red)
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