Donnerstag, 15. Jänner 2009

USA zittern unter einer eisigen Kältewelle:
Meteorologen messen bis zu minus 40 Grad

  • Eissturm-Warnung gilt in drei Bundesstaaten
  • Zeremonie zu Obama-Amtsantritt nicht in Gefahr

Die Kältewelle in den USA dauert an. Ein arktischer Wind hat klirrenden Frost in weite Teile des mittleren Westens und Nordostens der USA gebracht. Der Nationale Wetterdienst gab für die Bundesstaaten Minnesota, Wisconsin und Iowa eine Eissturm-Warnung heraus. Es kann in den nächsten Tagen "gefährlich kalte Stürme" geben. Zugleich gab es streckenweise heftige Schneefälle. In Minnesota blieben mehr als 200 Schulen geschlossen.

In Minnesota, North Dakota und Illinois stürzten die Temperaturen bereits auf minus 27 bis minus 40 Grad ab. Selbst kurze Wege könnten bei solchen Temperaturen lebensbedrohlich sein, warnten Ärzte. Sie riefen die Bevölkerung dazu auf, sich auch für kurze Aufenthalte im Freien extrem warm anzuziehen. Durch die Winde würden die ohnehin schon frostigen Temperaturen noch kälter empfunden. Die "gefühlte Temperatur" fiele demnach nachts sogar auf minus 55 Grad.

Befürchtungen, die Kältewelle werde auch die Zeremonie zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama am kommenden Dienstag in Washington treffen, halten Meteorologen jedoch derzeit für unbegründet. Sie erwarten für den historischen Tag Temperaturen von ein bis zwei Grad über Null.

(apa/red)

15.1.2009 16:17